Volitionspsychologie

Die Volitionspsychologie, auch Willenspsychologie genannt, ist eine Teildisziplin der Psychologie, welche die Realisierung bestehender Absichten untersucht.

Wichtige Themen sind die Vornahme oder Implementierungsintention, die Handlungsinitiierung und die Persistenz des Handelns unter schwierigen Bedingungen.

Die experimentelle Willenspsychologie wurde insbesondere von Narziss Ach im frühen 20. Jahrhundert betrieben. Die Schriften Kurt Lewins führten zum vorläufigen Ende der willenspsychologischen Forschung, da Lewin Motivation (bei Lewin: "Bedürfnis") und Absicht (bei Lewin: "Quasibedürfnis") konzeptionell gleichsetzte.

In den 1980er Jahren wurde der Willensbegriff durch Julius Kuhl wieder aufgegriffen. Entscheidend war dessen Unterscheidung von Selektionsmotivation und Realisationsmotivation. Im Rubikonmodell der Handlungsphasen von Heinz Heckhausen werden die Phasen des Planens und des Handelns als volitionale Phasen bezeichnet.

Eine aktuelle volitionspsychologische Theorie ist Kuhls PSI-Theorie.

Siehe auch: Wille (Psychologie)

See also: Volitionspsychologie, Absicht, Julius Kuhl, Kurt Lewin, Motivation, PSI-Theorie (Kuhl), Persistenz, Psychologie, Wille (Psychologie), Rubikonmodell