Vorzeichen (Musik)

Ein Vorzeichen ist ein Zeichen für die Alteration eines Stammtones eines Musikstücks oder innerhalb desselben von einem bestimmten Takt an. Es steht unmittelbar hinter dem Schlüssel vor der Taktangabe. Damit unterscheidet es sich vom Versetzungszeichen (auch pl. Akzidentien), das nur für einen bestimmten Takt Gültigkeit hat.

Derartige Vorzeichen können Stammtöne um einen oder zwei Halbtöne nach oben oder unten versetzen. Darüberhinaus gibt es spezielle Vorzeichen für den Versatz um Viertel-, Sechstel-, Achtel- und Zwölfteltöne, die in der neuen Musik sowie Transkriptionen ethnischer Musik Verwendung finden.

Die Vorzeichen lassen bei tonaler Musik die Tonart erkennen.

Die Anzahl und Art der Vorzeichen lassen sich aus dem Quintenzirkel ablesen: Ausgehend von C-Dur (Paralleltonart a-Moll) haben die Tonarten in Uhrzeigerrichtung rechtsherum jeweils ein Kreuz (#) als Vorzeichen mehr, entgegen der Uhrzeigerrichtung linksherum jeweils ein Be (b) mehr. Es können bis zu sieben Vorzeichen auftreten, da die Tonleiter 7 verschiedene Töne hat.

Inhaltsverzeichnis

1 Sprachgebrauch

Kreuz-Tonarten

b-Tonarten

Parallele Tonarten (wie C-Dur und a-Moll) haben gleiche Vorzeichen, gleichnamige Tonarten (wie C-Dur und c-Moll) unterscheiden sich um 3 Vorzeichen.

Halbtonschritt

Das Kreuz vor einer Note erhöht sie um einen Halbtonschritt. An den Notennamen wird die Endsilbe "is" gehängt.


Das b vor einer Note erniedrigt sie um einen Halbtonschritt. An den Notennamen wird die Endsilbe "es" gehängt.

Sprachgebrauch

Im Deutschen gelten folgende Regeln:

Im englischen und romanischen Sprachraum werden die Stammtonnamen selbst nicht erweitert sondern bekommen die (nachgestellten) Attribute

siehe hierzu: Anderssprachige Tonbezeichnungen

See also: Vorzeichen (Musik), Alteration, Anderssprachige Tonbezeichnungen, Dur, Moll, Neue Musik, Notenschlüssel, Quintenzirkel, Stammton, Takt (Musik)