Wachstumstheorie

Wachstumstheorie, Zweig der Volkswirtschaftslehre, der sich mit der Erklärung der Ursachen von wirtschaftlichem Wachstum befasst. Wirtschaftliches Wachstum kann entweder als Veränderung des Gesamtprodukts oder als Veränderung des pro-Kopf Gesamtprodukts definiert werden. Letztere Definition wird gemeinhin in Wachstumsmodellen verwendet.

Die bekanntesten Wachstumsmodelle (in chronologischer Anordnung) sind:

Modelle endogenen Wachstums umfassen eine Vielzahl verschiedenster Modelle, z.B. von Robert E. Lucas, Paul M. Romer, Robert J. Barro und Xavier Sala-i-Martin.

Historische Entwicklung

Erste Theorien bezüglich des Wirtschaftswachstum gab es bereits Ende des 17. Jahrhunderts und begründeten den Merkantilismus. Moderne Wachstumstheorien entwickelten sich nach dem 2. Weltkrieg, zunächst keynesianischer Natur. Die bedeutendste dieser Theorien ist das Harrod-Domar-Modell.

In den 1950er Jahren entwickelte Robert M. Solow sein neoklassisches Wachstumsmodell, für welches er später den Nobelpreis erhalten sollte. Das Modell wurde schnell zu einem häufig benutzten und getesteten Hilfsmittel für Ökonomen.

Es dauerte weitere 30 Jahre bis Mitte/Ende der 1980er Jahre die Wachstumstheorie einen neuen Schub erhielt. Insbesondere die Arbeiten von Paul M. Romer begründeten einen neuen Typ von Wachstumsmodellen, die sogenannten endogenen Wachstumsmodelle. Die kennzeichnende Eigenschaft endogener Wachstumsmodelle ist, das die Produktionsfunktion zunehmende Skalenerträge ermöglicht. Die Begründungen für zunehmende Skalenerträge sind vielfältig, z.B. learning-by-doing oder spill-over Effekte.

Literatur


Kategorie:Volkswirtschaftslehre

See also: Wachstumstheorie, 17. Jahrhundert, 2. Weltkrieg, Cass, Frank Plumpton Ramsey, Harrod-Domar-Modell, Keynesianismus, Merkantilismus, Neoklassik, Robert E. Lucas