Waffenstillstandsabkommen von 1949

Waffenstillstandsabkommen von 1949 werden die im Jahre 1949 geschlossenen Abkommen zwischen Israel und seinen Nachbarn Ägypten, Jordanien, Libanon und Syrien genannt. Die Abkommen beendeten den Israelischen Unabhängigkeitskrieg und umreißen die de-facto Grenzen des Staates Israels, wie sie bis zum Sechstagekrieg von 1967 bestanden (auch bekannt als die Grüne Linie)

Inhaltsverzeichnis

Abkommen

Mit Ägypten

Das Abkommen mit Ägypten wurde am 24. Februar unterzeichnet. Die wichtigsten Punkte waren:

Mit dem Libanon

Das Abkommen mit dem Libanon wurde am 23. März unterzeichnet. Die wichtigsten Punkte waren:

Mit Jordanien

Das Abkommen mit Jordanien wurde am 13. April unterzeichnet. Die wichtigsten Punkte waren:

Mit Syrien

Das Abkommen mit Syrien wurde am 20. Juli unterzeichnet. Syrien zog seine Truppen von den meisten Gebieten ab, die es westlich der internationalen Grenze kontrollierte. Diese Gebiete sollten dann demilitarisiert werden.

Andere

Die Truppen des Iraks, die eine aktive Rolle im Krieg gespielt hatten (obwohl er keine gemeinsame Grenze mit Israel hat), zogen aus der Region im März 1949 ab. Die Gebiete, die von irakischen Truppen besetzt waren, waren schon in dem Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Jordanien eingeschlossen. Es gab keines separates Abkommen mit dem Irak.

Waffenstillstandslinie oder dauerhafte Grenze

Das Abkommen ließ 70% des Britischen Mandats über Palästina (eine andere oft genutzte Zahl ist 17.5% des ursprünglichen Mandatgebietes, welches auch Jordanien umschloss) in israelischer Hand. Der Rest der Gebiete (also der Gazastreifen und das Westjordanland) blieben bis 1967 ägyptisch und jordanisch besetzt. Siehe auch:

Die Waffenstillstandsabkommen sollten nur als Interimsabkommen dienen, bis sie durch dauerhafte Friedensverträge ersetzt würden. Auch Jahrzehnte später sind noch immer nicht Friedensvertäge mit allen ehemaligen Kriegsgegnern unterzeichnet worden (17. September 1978 mit Ägypten in Camp David, 25. Juli 1994 mit Jordanien in Washington).

In späteren Jahren haben führende israelische Politiker beständig davor gewarnt, die Waffenstillstandslinie in eine dauerhafte Grenze umzuwandeln, weil dies die israelische Sicherheit beeinträchtige. So sah Golda Meïr nach dem Sechstagekrieg die Rückkehr zu den Grenzen von vor 1967 als Verrat an (New York Times vom 23. Dezember 1969), Außenminister Abba Eban bezeichnete die Grenzen von vor 1967 als „Eine Erinnerung an Auschwitz" (Der Spiegel, November 5, 1969) und Ministerpräsident Menachem Begin bezeichnete einen Vorschlag eines Rückzugs auf diese Grenzen als „nationalen Selbstmord“.

Verletzungen

In jedem der Fälle wurde eine beiderseitig besetzte Waffenstillstandskommission gebildet, die die Beschwerden beider Seiten untersuchen und regelmäßig dem UN-Sicherheitsrat berichten sollte. In den folgenden Jahren wurden alle Seiten viele Male für die Verletzung der Abkommen verurteilt. Ägypten ließ große militärische Truppen im demilitarisierten 'Uja al-Hafeer Gebiet; Israel stationierte auf dem Skopusberg, der demilitarisiert sein sollte, bewaffnete Soldaten, die als Polizisten getarnt wurden. Israel schickte auch mehrmals als Antwort auf bewaffnete Überfälle Truppen nach Jordanien. Syrische Truppen beschossen israelische Dörfer unterhalb der Golanhöhen.

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Texte

Der komplette Text der Waffenstillstandsabkommen befindet sich auf englisch auf der Seite The Avalon Project at Yale Law School

See also: Waffenstillstandsabkommen von 1949, 13. April, 17. September, 1949, 1967, 1978, 1994, 20. Juli, 23. März, 24. Februar