Walter Odersky

Walter Odersky (* 17. Juli 1931 in Neustadt (Oberschlesien), heute Prudnik, Polen) war als Nachfolger von Gerd Pfeiffer von 1988 bis 1996 Präsident des Bundesgerichtshofs.

Leben

Walter Odersky wurde als Sohn des späteren Vizepräsidenten des Landgerichts Felix Odersky geboren. Nachdem die Familie zu Ende des 2. Weltkriegs von Schlesien nach Bayern gekommen war und er dort das Abitur abgelegt hatte, studierte er als Stipendiat der bayerischen Hochbegabtenstiftung Maximilianeum Rechtswissenschaft in München und Pisa. 1957 wurde er von der Universität München zum Doktor der Rechte promoviert.

Nach Tätigkeiten als Staatsanwalt und Richter in der ordentlichen Gerichtsbarkeit war er im bayerischen Staatsministerium der Justiz persönlicher Referent des Ministers und von 1971 bis 1983 Leiter der Strafrechtsabteilung. Er wurde 1983 zum Präsidenten des Bayerischen Obersten Landesgerichts und 1988 zum Präsidenten des Bundesgerichtshofs ernannt. Als er 1996 in den Ruhestand trat, wurde Karlmann Geiß sein Nachfolger.

Neben seiner Tätigkeit in Justizverwaltung und Justiz war Walter Odersky weiterkin wissenschaftlich in Forschung und Lehre tätig. Die Universität München ernannte ihn 1974 zum Honorarprofessor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Verfahrensrecht.

Werke

Literatur


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Personendaten
Odersky, Walter
Präsident des Bundesgerichtshofs von 1988 bis 1996
17. Juli 1931
Neustadt (Oberschlesien), heute Prudnik, Polen

See also: Walter Odersky, 17. Juli, 1931, 1957, 1971, 1974, 1983, 1988, 1996