Warhammer 40,000

thumb|right|250px|3 Warhammer-40,000-Spielfiguren Warhammer 40,000 (auch Warhammer 40k oder kurz WH40k) ist ein sogenanntes Tabletop-Spiel der Firma Games Workshop. Es spielt in einer futuristischen Fantasywelt, in der es viele fantastische Aliens und Monster gibt. Ein wichtiger Bestandteil in Warhammer ist neben den Kampfwerten der Truppen der Einsatz von Psi-Kräften (ähnlich wie Magie).

Warhammer 40k ist die Science-Fiction-Version des Spiels Warhammer Fantasy Battles, spielt aber nicht in der Zukunft der darin behandelten Warhammer Fantasy-Welt, sondern in der Zukunft unserer Welt (im 40ten Jahrtausend). Die Völker und Aliens in Warhammer 40k sind dennoch größtenteils Abwandlungen der Völker aus Warhammer Fantasy, die hier statt Schwertern, Bögen, Armbrüsten und Musketen nun Energieschwerter, Plasmagewehre und Granatwerfer benutzen und sich statt mit Pferden und Streitwagen mit gepanzerten Fahrzeugen auf dem Schlachtfeld bewegen.

In Codizes werden die bestimmten Völker hinsichtlich Hintergrund, Sonderregeln und Miniaturen beschrieben. Darüber hinaus gibt es Bücher mit Regelerweiterungen, Sonderregeln, Hintergrundmaterial etc. (Index Astartes I–III, In Nomine Imperatoris I–III)

Neuigkeiten über Regeländerungen, -erweiterungen oder -varianten sowie neu erschienene Miniaturen, Szenarien, Bemalvorschläge und Basteltipps für Geländeteile kann man im monatlich erscheinenden Magazin „White Dwarf“ nachlesen.

Inhaltsverzeichnis

Spielprinzip

Jeder Spieler stellt eine Armee aus den offiziellen Listen und Armeebücher zusammen und sammelt die entsprechenden Zinn- und Kunststoffminiaturen; die die entsprechenden Einheiten dieser Armee darstellen. Die Regeln für den Aufbau und die Zusammenstellung der Armee finden sich im Hauptregelwerk oder in den speziellen Regelbüchern (Codices) der Armee. Für einige Armeen stehen mehrere Codices zur Verfügung; so werden zum Beispiel die grossen Orden der Space Marines jeweils gesondert behandelt.

Die Armeegrössen werden durch Punkte bestimmt, jede Figur und jedes Fahrzeug hat einen bestimmten Wert der seinen potenziellen Nutzen auf dem Schlachtfeld widerspiegelt. Die Spieler einigen sich vor Beginn des Spiels auf eine Punkteobergrenze und stellen danach ihre Armee auf. Die Spiele dauern dementsprechend unterschiedlich lange; kleine Scharmützel können in eine halben Stunde durchgespielt werden, während grosse Schlachten oft mehrere Stunden dauern können.

Die Spieler ziehen rundenbasiert, abwechselnd ihre Einheiten. Die Ergebnisse sehr vieler Aktionen, wie zum Beispiel das Beschießen des Feindes, werden per Würfelwurf bestimmt. Jedes Spiel, auch "Szenario" genannt, wird mit speziellen Regeln und einem bestimmten Ziel gespielt. Eins der einfachsten Szenarien ist das "Säubern"-Szenario, das Spiel endet hierbei nach 6 Runden, der Gewinner wir aufgrund der Kontrolle über 4 Geländeabschnitte bestimmt. Es gibt jedoch auch komplexere Szenarien wie Nachtkämpfe oder "Erobern und Halten"-Missionen.

Einige Spieler planen eine Serie von Szenarien, um einen kompletten Feldzug, eine so genannte Kampagne, zu simulieren. Diese Szenarien unterliegen gesonderten Regeln und sind durch eine Hintergrundgeschichte verbunden. Die Abfolge der Szenarien basiert auf den Ausgängen der einzelnen Schlachten.

Die Modelle

Die Modelle werden in der Regel von den Spielern selber bemalt und zusammengebaut. Es steht dem Spieler hierbei frei, ob er seine eigenen Uniformmuster und Farben für seine Armee entwickeln will oder ob er sich an den vorgegebenen Mustern orientiert. In den Regelbüchern finden sich oft auch Tipps und Anleitungen zum weiteren Modifizieren der Figuren, um eine eigene individuelle Armee zu erschaffen.

Das Spielfeld ist ein weiter wichtiger Aspekt des Spiels; oftmals finden hier Hilfmittel aus dem Modellbahnbau Verwendung (Grassmatten, Hügel). Games Workshop bringt jedoch auch eigene Sets heraus. Viele Spieler improvisieren jedoch lieber ihre Geländebausteine und verwenden Polystyrol und andere leere Verpackungen um daraus Ruinen, Säle, Verstecke und ähnliches zu basteln.

Völker in Warhammer 40k

Imperium

Imperiale Armee

Das Imperium der Menschheit wird an allen Fronten von heimtückischen Verrätern, wilden Außerirdischen und unmenschlichen Kreaturen aus dem Immaterium bedrängt. Verteilt über unzähllige Schlachtfelder kämpfen die Soldaten der Imperialen Armee als Rückgrat der Verteidigung in einem verzweifelten Konflikt gegen die unbarmherzigen Feinde des Imperiums.

thumb|300px|Team der imperialen Armee

Regimenter der imperialen Armee gehören zur Elite der menschlichen Soldaten, deren Ausrüstung und Taktiken vielen planetaren Verteidigungsstreitkräften weit überlegen sind. Ihr Ruf als Profis für's Grobe ist oft einschüchternd genug, um aufkeimende Unruhen im Keim zu ersticken, sobald ihre riesigen Transporter mit der Landung beginnen. Regimenter wie das berühmte 597. Valhalla, das erste und einzige von Tanith und das 352. Promedes sind nur einige Beispiele für Regimenter der Imperialen Armee, dem größten Militärapparat der Galaxis.

Weitere berühmte Regimenter:

Stosstruppen von Cadia

77/9 Schwarz - Cadia: Codename Rachewölfe

Stahllegion von Armageddon

Eiserne Garde von Mordia

XXIV. Praetorianische Garde

Eiskrieger von Valhalla

Wüstenkrieger von Tallarn

Todeskorps von Krieg

Dschungelkrieger von Catachan

13. Sträflingskompanie/Regiment

Space Marines

In der finsteren Zukunft des 41. Jahrtausends sind sie die besten Krieger, die die Menschheit aufzubieten hat. Genetische Manipulation und Biotechnologien werden eingesetzt, um die Space Marines schneller, stärker und widerstandsfähiger als normalsterbliche Menschen zu machen. Zur selben Zeit werden angehende Space Marines unterschiedlichsten Operationen unterzogen, um ihnen biotechnisch verbesserte Organe einzupflanzen, welche sie zu den absoluten Herren des Schlachtfelds machen. Um die 2,2 Meter hoch, ragen sie über die Köpfe normaler Menschen hinaus und können einen Menschenschädel mit ihren bloßen Händen zerdrücken. Space Marines können tagelang ohne Pause kämpfen, Wunden in Minuten heilen und selbst unter widrigsten Umständen überleben. Sein permanentes Training, sein Bolter und die Servorüstung machen einen Space Marine zu einem der gefürchtetsten Krieger der Galaxis. Um ihre Macht möglichst effektiv zu nutzen, sind die Space Marines in Kampfgruppen zu ca. 1000 Kriegern organisiert, die sich Orden nennen. Obwohl Space Marine-Orden nur relativ klein sind, sind sie in der Lage, Armeen zu besiegen, die ihnen zahlenmäßig um ein Vielfaches überlegen sind. Während die imperiale Armee in der Regel so subtil vorgeht wie ein Vorschlaghammer, führen die Space Marines Operationen wie mit dem Skalpell durch und greifen gezielt wichtige Ziele des Feindes an. Die Space Marines des Adeptus Astartes sind mit der bestemöglichen Ausrüstung ausgestattet. Vom massiven und mächtigen Land Raider über die hochmobilen Landspeeder-Antigravfahrzeuge bis hin zu den nahezu unsterblichen Kriegermaschinen, welche als Cybots bekannt sind, haben die Space Marines alles nötige um eine Schlacht für sich zu entscheiden. Sie kämpfen unerbittlich, unerschrocken und unaufhaltsam - bis sie ihre Mission erfüllt haben.


Die Space Marines sind die mächtigste im 41. Jahrtausend aktive Streitkraft des Imperiums. Ihr fanatisches und nie endendes Training, ihre körperliche Überlegenheit und ihre überwältigende Feuerkraft erlauben es ihnen, den Feinden des Imperiums - wo auch immer sie sein mögen - gegenüber zu treten. Dabei ist es egal, ob sie gezwungen sind auf eiskalten, luftleeren Monden oder in dampfenden, von tödlichen Raubtieren bevölkerten Dschungeln zu kämpfen. Obwohl sie kaum mehr als Menschen zu bezeichnen sind, so sind sie doch oft der Menschheit letzte Verteidigungslinie im Angesicht einer Galaxis, die dazu bestimmt zu sein scheint, die Menschheit an sich scheitern zu lassen.

Einige Orden der Space Marines

Black Templars

Die Black Templars sind die futuristische Allegorie zu den Kreuzrittern des Mittelalters. Offensichtlichstes Merkmal für diesen Bezug ist die Verwendung „deutscher bzw. germanischer“ Namen in den Reihen der Bruderschaft. Die Black Templars kämpfen meistens nicht „vereint“, Seite an Seite, sondern splitten sich in sogenannte „Kreuzzüge“ auf. Dies macht sie zu einem Orden, der praktisch überall in der Galaxis aufkreuzen und die Feinde des Imperiums niedermachen kann.

Entstanden ist der Orden der Black Templars durch die Aufteilung des Ordens der Imperial Fists nach dem großen Bruderkrieg. Ihr Primarch ist dem entsprechend Rogal Dorn, der Primarch der Imperial Fists. Wie viele Nachfolgeorden der Imperial Fists wählen auch die Black Templars vor jeder Schlacht einen Champion. Es heißt, während einer gemeinsamen Meditation vor der Schlacht würde jeweils einer unter ihnen von ekstatischen Visionen erfüllt. Darauf hin würde dieser von Ordenspriester mit den heiligen Gegenständen ausgerüstet. Dies sind eine heilige Rüstung, das schwarze Schwert, ein stählerner Stern und eine meisterhafte Boltpistole.

Der Orden der Black Templars führte mehrere Kreuzzüge gegen die Mächte des Chaos. Dazu kam es kurz nach dem großen Bruderkrieg, als Rogal Dorn sich weigerte, die Imperial Fists in kleinere Orden aufzuteilen. Dafür wurden sie von der Inquisition gejagt bis Rogal Dorn einlenkte. Als dieser dann verschwand, beschloss der erste Großmarschall der Black Templars, diesen "Verrat" wieder gutzumachen, indem er das Chaos in mehreren Kreuzzügen bekämpfte.

Blood Angels

Orden der ersten Gründung der legendären Space Marines, erschaffen aus den Genen des engelsgleichen Primarchen Sanguinius.

Größtenteils Codex Astartes getreu organisiert.

Die Geschichte der Blood Angels ist eine traurige, von Tragik durchsiebte. Der Primarch Sanguinius, seinerzeit mit weißen Engelsflügeln bestückt, war mit dem Imperator und Rogal Dorn, dem Primarchen der Imperial Fists, zusammen auf das Flaggschiff teleportiert worden, als der Kriegsherr Horus bei seinem letzten Angriff auf Terra, kurz vor dem Sieg stehend, die Schilde seines Schiffes herunterfuhr und sich dem Planeten näherte, um die letzten Momente des ach-so-glorreichen Imperium hautnah mitzuerleben. Das Senken der Schilde ermöglichte es dem Imperator allerdings erst, sich mit Dorn und Sanguinius auf das Flaggschiff zu bringen – Pech allerdings, dass die drei dabei getrennt und weit verstreut auf dem Schiff ankamen. Sie mussten sich erst den Weg zur Brücke, und damit zu Horus, einzeln freikämpfen. Als der Imperator in einer gleißend-goldenen Rüstung auf der Brücke ankam, fand er dort Horus – und die Leiche Sanguinius', die zerschmettert zu Horus' Füßen lag. Es entbrannte ein Kampf, wie man ihn nie zuvor gesehen hatte, zwischen Horus und dem Imperator, der auf allen Ebenen der Existenz, materiell und spirituell statt fand. Am Ende siegte das Gute – der Kriegsherr wurde vernichtet, doch auch der Imperator war tödlich verwundert worden, und musste daraufhin auf den Goldenen Thron gebettet werden, der ihn am Leben erhielt, und von dem er heute immernoch starr über seine Milliarden Untertanen wacht.

Der Tod des Sanguinius durch Horus, den Kriegsherren des Chaos, hatte einen derartigen Einfluss auf die Psyche sämtlicher aus Sanguinius' erschaffener Space Marines, dass der Genfehler bis heute existiert, und jeder einzele Blood Angel stetig den ewigen Kampf gegen die furchtbaren Vision des Todes seines Primarchen kämpfen muss. Doch, es gibt jene, die es nicht schaffen … Diese unglücklichen Individuen erliegen meistens der sogenannten Schwarzen Wut, wenn eine Schlacht bevorsteht, da die Visionen dann besonders in den Vordergrund des Bewusstseins des Space Marines treten. Diese Unglücklichen färben in der Nacht vor der Schlacht ihre ansonsten blutroten Servorüstungen pechschwarz, mit einem roten Kreuz auf den Schulterpanzern – sie werden in dem Kampf der Todeskompanie zugeteilt, angeführt von den Ordenspriestern. Sie sind dazu verdammt, in der Schlacht zu sterben, und leben allein deswegen, um dem Feind vor ihrem Tod noch möglichst viel Schaden beizubringen. Aufgrund dessen, dass sie nur noch dafür leben, um im Kampf zu sterben, sind sie besonders risikofreudig, und werfen sich mit voller Kraft ohne Zurückhaltung selbst in die aussichtslosesten Gefechte – es gibt nichts, was einen Todeskompanisten aufhalten könnte, abgesehen von seiner völligen Zerstörung.

Dadurch, dass die Blood Angels gegen diese Schwarze Wut ankämpfen und sie unter Kontrolle halten, sind sie, entgegen den Erwartungen, besonders diszipliniert, was ihre Segnungen und ähnliches angeht … dennoch ist jeder von ihnen von einer ungeheuren Blutlust getrieben, und der Orden setzt verstärkt auf Nahkampf – dafür wurden selbst spezielle Rhinos entwickelt, um sie noch schneller zum Feind bringen zu können.

Dark Angels

Ebenfalls ein Orden der ersten Gründung. Bestehend aus 10 Kompanien, die größtenteils nach dem Codex Astartes aufgebaut sind, mit zwei Ausnahmen: dem Deathwing, der 1. Kompanie, die nur aus Terminatoren besteht, und dem Ravenwing, der 2. Kompanie, die komplett auf leichten Fahrzeugen in die Schlacht zieht. Nach dem Großen Bruderkrieg spaltete sich die Legion der Dark Angels in vier kleinere Orden zu je 1000 Space Marines auf. Daraus gingen der Dark Angels Orden, der Angels of Venageance Orden, der Angels of Absolution Orden und der Angels of Redemption hervor. Die Vergangenheit der Dark Angels liegt im Dunkeln, da viele Aufzeichnungen im Großen Bruderkrieg verloren gegangen sind. Die Dark Angels glauben vor dem Imperator in Ungnade gefallen zu sein, da ein Teil der damaligen Legion sich vom Licht des Imperators abgewandt hatte. Die oberste Pflicht der Dark Angels ist es daher, jene, die sie Gefallene Engel nennen, zu finden und zu bekehren, oder ihnen ihre Gerechte Strafe und damit Erlösung zu erteilen. Auf Grund ihrer düsteren Vergangenheit zeigen Dark Angels einen offenen unwillen mit Verbündeten zusammen zu arbeiten. Deshalb ziehen sie niemals mit Verbündeten in den Kampf.

Imperial Fists

Die Imperial Fists sind ein Orden der ersten Gründung und sie sind einer der angesehensten Orden. Denn sie waren es, die im Großen Bruderkrieg die letzten Verteidigungsstellungen gehalten haben. Und es war ein Marine der Imperial Fists der Horus lange genug ablenken konnte und es dem Imperator so ermöglichte den Verräter zu töten. Rogal Dorn war es, der den tödlich verwundeten Imperator anschließend wieder auf die Erde brachte. Aufgrund dieser Taten waren sie dann, als Leibwache des Imperators, für ein paar Jahrhunderte auf der Erde stationiert. Eine ehrenvolle Aufgabe, aber zum größten Teil nur zeremoniell. Aus diesem Grund befindet sich heute auch so gut wie immer ein Teil des Ordens auf irgendeinem Kreuzzug.

Die Gensaat der Imperial Fists gilt, neben der der Ultramarines, als eine der stabilsten.

Das Zeichen der Imperial Fists ist ein geballter schwarzer Panzerhandschuh auf weißem oder gelben Grund. Die Marines des Ordens tragen leuchtend gelbe Rüstungen.

Space Wolves

„Am Ende werde ich bei euch sein. In der letzten Schlacht. Zur Zeit des Wolfs.“ – Die letzten Worte des Leman Russ, Primarch der Space Wolves

Die Space Wolves sind die härtesten und verbissensten aller Space Marine Orden. Einige behaupten gar, wenn es eine „Nahkampf-Elite“ unter den elitären Truppen der Space Marines gäbe, so wären dies wohl die Space Wolves. Sie leben auf der Eiswelt Fenris und werden dort auch ausgebildet. Space Wolves sind in Rudeln organisiert und legen verstärkten Wert auf Nahkampf, wenngleich sie auch mit ihren Fernwaffen äußerst gut umzugehen wissen. Ihr Anführer war der beste Nahkämpfer aller Zeiten. Dieser wurde nur durch den heiligen Imperator höchstpersönlich in einem „Trainingskampf“ besiegt. Er hieß Leman Russ. Zu seinen Ehren ist bis heute einer der härtesten Kampfpanzer des Imperiums nach ihm benannt. Dieses Modell wird auch in Space Wolves Armeen eingesetzt, die als einziger Space Marine Orden auf diese rollende Kampfmaschine zählen können. Leman Russ verschwand eines Tages mit den oben genannten Worten und ist bis zum heutigem Tage nicht zurückgekehrt.

Space Wolves Anwärter durchlaufen eine sehr harte Ausbildung, sie müssen z. B. gegen riesige Wölfe kämpfen und viele Tage nur mit einem einfachen Gewand bekleidet in den eisigen Frosthöllen von Fenris überleben. Der Orden rekrutiert seine Kämpfer aus der barbarischen und archaischen Bevölkerung des Planeten, welche ein Dasein als – wir würden sagen – „Wikinger“ führt. Die Überlebenschancen sind gering und wenn es ein Fenrisianer schafft vom Orden als würdig eingeschätzt wird in seine Reihen einzutreten, bedeutet das noch lange nicht, das er diese Ausbildung überhaupt überlebt. Nach Einführung in den Orden verpflanzen die Wolfspriester die sogenannte „Canishelix“ in den Körper der Rekruten, welches die Space Wolves ihre legendäre Stärke erreichen lässt. Allerdings mit einigen Nebenwirkungen … Die Canishelix-Einpflanzung treibt die Rekruten an den Rande des Wahnsinns, da sie mit dieser „Gensaat“ sowohl Erinnerung als auch Verhalten und Instinkte des Ordens eingesetzt bekommen. Bei einigen kommt es zu argen Mutationen, welches die Menschen allmählich in reissende Wölfe, die sogenannten „Wulfen“ verwandelt. Diese Krieger sind praktisch kaum unter Kontrolle zu halten und werden meist getötet.

Wer übrigens mehr zu der Lebensweise der Fenrisianer erfahren möchte, sollte sich die fantastischen Romane von William King zu Gemüte führen, die im Heyne-Verlag als Taschenbuch erschienen sind.

Der Orden ist, wie bereits erwähnt, nicht codextreu, und unterteilt sich in 13 Kompanien, welche jeweils von einem Wolfslord angeführt werden. Einer dieser Wolfslords wird zum Ordensführer bestimmt. Zur Zeit bekleidet diesen Posten Logan Grimnar. Er ist mit seinen 800 Jahren einer der gewaltigsten Kämpfer der Galaxis und kämpfte sowohl im Armageddon Krieg, als auch im Krieg um das Auge des Schreckens erfolgreich gegen Orks und die Chaosmächte. Sein (unter der Hand gehandelter) Nachfolger wird wohl der trotz seines „jugendlichen“ Alters hochbegabte Wolfslord Ragnar Schwarzmähne sein, dessen Lebensgeschichte in den angesprochenen Romanen thematisiert wird.

Die 13. Kompanie des Ordens galt lange Zeit als verschollen, kam aber in den Wirren des „Sturm des Chaos“ wieder zum Vorschein. In den vielen Jahrhunderten die sie auf einem Kreuzzug im Auge des Schreckens verbracht haben, nahmen sie ihren erschlagenen Vettern der Chaos Space Marines Ausrüstung und Waffen ab, so dass sie nun, aufgrund ihres „verdächtigen“ Erscheinungsbildes von der imperialen Inquisition verfolgt werden. Im Gegensatz zu den anderen Kompanien ist die Canishelix der 13. Kompanie teilweise mutiert, so dass einige der Kämpfer eher an Wölfe als an Menschen erinnern. Der „Wulffenfluch“ tritt zum Teil vollständig zu Tage und nur die Wolfspriester der 13. Kompanie wissen diese Urgewalten zu lenken: Und zwar gegen den Feind. Ein weiterer Grund für die Inquisition mißtrauisch zu sein …

Ultramarines

Seit den längst vergessenen Zeiten des Großen Kreuzzugs haben die Ultramarines an vorderster Front der Armeen des Imperators gekämpft. Die disziplinierten und tapferen Krieger halten sich streng an die Vorschriften des heiligen Codex Astartes, dem bedeutendsten Werk ihres Primarchen Roboute Guilliman. Geschichten ihrer Heldentaten werden in ihrer Heimatwelt Macragge bis hin zu den heiligen Hallen Terras erzählt. Wann immer die Feinde der Menschheit das Imperium bedrohen, stehen die Ultramarines bereit, die Gefahr abzuwehren.

"Mut und Ehre!" Schlachtruf der Ultramarines

DOKTRINEN DES KAMPFES: Wie man es vom Orden Roboutes Guilliman erwartet, halten sich die Ultramarines strikt an die Vorschriften, die ihr Primarch im Codex Astartes festgelegt hat. Seit zehntausend Jahren kämpfen sie auf die vorgeschriebene Weise. Andere Orden erlauben sich freiere Interpretationen der Worte Guillimans, aber für die Ultramarines wäre dies undenkbar. Der Codex Astartes ist ein Werk von göttlicher Weisheit, vom Imperator persönlich anerkannt, und die Ultramarines sehen keinen Grund, von diesen Weisheiten abzuweichen. Das ganze Leben über werden die Menschen von Ultramar zur Disziplin und Eigenständigkeit ausgebildet, so dass ihr Charakter gestärkt wird und sie sich der zehntausend Jahre alten Lehren als würdig erweisen. Für jede taktische Lage gibt es im Codex hunderte Seiten, in denen geschrieben steht, wie sie am besten bewältigt werden kann. Von den Kriegern wird erwartet, dass sie ganze Kapitel auswendig lernen, so dass jede Kompanie über das gesammelte Wissen des Codex Astartes verfügt. Das Wissen Tausender Männer ist in den Codex eingeflossen, der Truppenmarkierungen genau so wie detaillierte Anleitungen zu planetaren Invasionen enthält.

White Scars

Die Space Marines der White Scars sind wegen ihrer hochmobilen Kriegsführung bekannt und gefürchtet. Sie sind die wahren Meister in Blitzangriffen, schnell genug, um ihren Gegner zu treffen und verschwunden zu sein, bevor er Zeit zum Gegenschlag hat. Sie sind wilde Krieger, die ihre Narben als Zeichen des Muts betrachten und ihre althergebrachten Kriegsbräuche auf den hochtechnologisierten Schlachtfeldern des 41. Jahrtausends mit verblüffender Effizienz anwenden ...

"Für Khan und den Imperator!" Schlachtruf der White Scars.

Blitzschnelle Angriffe einer hochmobilen Streitmacht, die dem Feind keine Möglichkeit der Konsolidierung lässt und ihn stückweise dezimiert - das entspricht dem Modus Operandi der White Scars. Ihre zahlreichen Bikes erlauben ultraschnelle Stellungswechsel, und das bedeutet auch, dass sie schneller als alle anderen Orden reagieren können und so gut wie nie auf dem Schlachtfeld ausmanövriert werden. Schwer gepanzerte Feinde kommen sich vor, als würden sie Gespenstern nachjagen, während die White Scars sie umkreisen und dort zuschlagen, wo sie am meisten Schaden anrichten können. So mancher Gegner, der sich hinter den eigenen Linien sicher glaubte, lernte schnell, dass diese Maxime nicht zutrifft, wenn White Scars beteiligt sind. Die im Sattel geborenen Scouts sind permanent damit beschäftigt, die örtlichen Gegebenheiten auf ihren Bikes zu erkunden. Obwohl die Space Marines der White Scars ihre Feinde vorzugsweise auf Distanz halten, sind sie auch in der Lage, auf Armeslänge zu kämpfen und verheerende Nahkampfangriffe durchzuführen. Die elitären Bikertrupps werden zu Recht gefürchtet, ebenso wie die Sturmtrupps, die auf feurigen Schwingen durch die Lüfte rasen und sich mit markdurchdringendem Geheul auf den Feind stürzen.

Inquisition

Es ist im düsteren Universum, indem das Imperium das größte Sternenreich darstellt, das je existiert hat, für die Menschen kaum möglich, anders zu überleben, als durch permanente Überwachung. Überwachung durch die Inquisition, die allerdings nicht nur aufpasst, dass die Menschen nicht den Lastern der Häresie, der Korruption oder gar des Verrates anheim fallen – sie verhindert es auch mit Gewalt, unterschlägt Revolutionen und beseitigt Unruhestifter still und effizient – allerdings ist es manchmal durchaus vonnöten, mehr als nur einzelne Personen zu liquidieren, um das Gemeinwohl aufrecht zu erhalten: Inquisitoren dürfen im Extremfall über einen Planeten den Exterminatus, die totale Vernichtung, verhängen …

Inquisitoren haben die Macht, jederzeit sämtliche Ressourcen, seien es Truppen der Imperialen Armee, oder planetare Verteidingsstreitkräfte, zu ihrer Unterstützung anzufordern, wenn es nötig sein sollte, und niemand im Imperium darf sich ungestraft dem Ruf eines Inquisitors widersetzen. Die Inquisition ist aber nicht in der Lage den Adeptus Astartes (Space Marines) befehle zu erteilen oder Armeen zu requirieren - die Adeptus Astartes sind autark und stolz auf ihre unabhängigkeit und freiheit. Diese Tatsache ist einigen Inquisitoren jedoch ein Dorn im Auge und sie arbeiten insgeheim an Giften die selbst die genetisch veränderten Supersoldaten vernichten können.

Seit der Gründung der Inquisiton nach dem Zeitalter des Weltenbrandes kristallisierte sich mit der Zeit 3 differenzierte Arme der Inquisition heraus. Dies sind die Hexenjäger, die Dämonenjäger und die Alienjäger.

Dämonenjäger/Ordo Malleus

Diese Inquisitoren stellen sich den verderbten Bewohnern der immateriellen Ebene, des Warps, mutig im Kampf gegen über und vernichten das Übel mit Glaube und einem großen Energiehammer. Die Dämonenjäger sind schillernde, glorreiche Charaktere, voller Kraft, Mut, Entschlossenheit und Glaube. Den Dämonenjägern unterstehen sogleich die fanatischsten und kampfstärksten Krieger, die das Imperium je gesehen hat: die Grey Knights, moderne Ritter in ihren silbernen Terminatorrüstungen mit gleißenden Energie-Hellebarden, die sich ihren Weg durch die Massen der Dämonenhorde bahnen – immer mit einem Gebet auf den Lippen für den glorreichen Imperator zu Terra. Sie sind die Elite der Elite und werden aus den besten Space Marines der Galaxis rekrutiert. Sie sind die Divisio Militaris der Dämonenjäger.

Hexenjäger/Ordo Hereticus

Die Inquisitoren der Hexenjagd sind von gänzlich anderer Natur, als ihre „Kollegen“ der Dämonenjäger … sie stellen sich den düsteren Aspekten des Lebens der Menschheit, die da namentlich wären: Heräsie, Korruption, Verrat und Mutation. Wohingegen die Alien- und Dämonenjäger das Imperium von außen schützen, so sind die Hexenjäger stets im Inneren auf der Jagd nach Individuen, die die Menschen verraten haben (z. B. ein planetarer Gouverneur, der sich mit den grausamen Chaosgöttern verbündet hat, um mehr Macht zu erlangen). Düsterer Blick, versteinerte Miene, lange Mäntel – das ist das Erscheinungsbild der Hexenjäger, und kein Imperialer ist sonderlich froh, die Aufmerksamkeit eines dieser Individuen auf sich zu ziehen … auf diese Art und Weise werden viele Verrate schon verhindert, bevor sie begangen wurden – aus Angst vor der Rache der Heiligen Inquisition. Die Divisio Militaris, die die Hexenjäger rufen, wenn sie elitäre Krieger brauchen, ist das Adeptus Sororitas – weibliche Kampfschwestern, welche zwar ohne die veränderten Gene ihrer männlichen Pendanten den Space Marines des Adeptus Astartes, aber dafür mit umso mehr mit einem feurigem Glauben und einer unbeschreiblichen Hingabe an den Imperator handeln.

Alienjäger/Ordo Xenos

Hochtechnisiert folgen die Inquisitoren der Alienjäger jeder Spur eines verachtungswürdigen Aliens, das sich im imperialen Raum zeigt. Kein Xenomorph kann sich vor dem wachen Auge der Alienjäger verstecken, kann nicht vor ihm fliehen – kann nur von ihren Stiefeln zertreten und ihren Bolter durchsiebt werden. Die Divisio Militaris der Alienjäger ist die Deathwatch, bestehend aus speziell ausgebildeten Space Marines aus allen möglichen verschiedenen Space Marine Orden – so könnten in einem Trupp z. B. ein Dark Angel, ein Blood Angel, zwei Space Wolves und ein White Scar kämpfen – allerdings mit schwarz gefärbten Servorüstungen (bis auf einen Schulterpanzer, da man fürchtet, den Maschinengeist zu verärgern, sollte man die gesamte Rüstung umfärben). Es gibt kaum eine besser ausgerüstete Organisation innerhalb des Imperiums als die Deathwatch.

Anmerkung: Für die Alienjäger gibt es vorerst noch keinen Codex (in dem die Regeln für diese Armee enthalten sind); Der Codex erscheint vorraussichtlich im Jahr 2005

Orks

Das alte Volk der Orks wurde nie besiegt und plagt schon seit Jahrtausenden mit Raub- und Mordlust alle Völker des Universums. Die schiere Masse der robusten grünhäutigen Rasse ist mehr als nur ein Problem für das Imperium. Wären die Orks unter einem Anführer vereinigt, könnten sie das Universum beherrschen. Doch ewige Rivalitäten unter ihnen sind der Grund, dass das Imperium ihrem Expansionsdrang und ihren Plünderungen Einhalt gebieten kann.

Von Zeit zu Zeit kann es allerdings geschehen, dass sich die Orks unter einem Anführer sammeln, um einen gigantischen Beutezug quer durch die Galaxis zu führen. Diese Orkenstürme des 41. Jahrtausends werden als Waaaaagh! bezeichnet. Wenn es zu einem solchen Waaaaagh! kommt, erzittert das All unter dem unorganisierten, überwältigenden Angriff der Grünhäute. Es ist ein Glück für alle anderen Rassen, dass ein solcher Waaaaagh! nur unter dem Befehl eines wirklich mächtigen Anführers zu stande kommen kann und dass die macht- und kriegslustigen Orks in ihrem Klanfehden sich zumeist selbst dezimieren.

Orks setzen im Kampf meist auf Nahkampf und erbeutete Technologie, die sie mit erstaunlichem Geschick zu relativ primitiven, aber höchst wirksamen Waffensystemen umbauen. Es wird gesagt, Orks würden keine Angst kennen, doch in Wirklichkeit ist es wohl eher die rasende Kampfeswut, die sie dazu bringt, sich Raktentriebwerke auf den Rücken zu schnallen oder mit Hilfe von mechanischen Kampfanzügen ihre körperlichen Fähigkeiten zu verstärken. Außerdem neigen Orks sowieso mehr dazu, den Gegner durch pure Masse zu überrennen, als ihn mit subtiler Kriegsführung zu schwächen...

Die Diener der Orks werden von diesen als Grotz bezeichnet, was wohl mehr ein Schimpfwort als ein eigener Name ist. Ob die Grotz eine eigene Rasse sind oder eine degenerierte Form der Orks ist unklar, von den Orks werden sie jedenfalls als Sklaven betrachtet, was dazu führt, dass sie als Kanonenfutter oder Bemannung für Einwegraketen dienen. Grotz sind feige und schwach und selbst in großen Massen relativ ungefährlich für einen Space-Marine in einer Servorüstung. Trotzdem sind sie durch ihre natürliche Grausamkeit immer noch eine Bedrohung.

Tyraniden

Die Tyraniden sind ein insektenähnliches Volk, das schon sehr lange existiert, aber erst vor relativ kurzer Zeit in die menschliche Galaxie vorgedrungen ist.Ihr Herrschaftsgebiet ist über viele Galaxien ausgebreitet und übersteigt das, des Imperiums, um ein vielfaches. Sie sind eine expansionistisch eingestellte, äußerst aggressive Lebensform, die Heuschreckengleich über Planeten herfällt, diesem sämtliches Leben „aussaugt“ und zum nächsten Planeten weiterzieht, nur einen Felsen ohne Atmosphäre zurücklassend. Die Tyraniden folgen einem einheitlichen Bewusstsein, dem sogenannten „Schwarmbewusstsein“, das in jedem Tyraniden zu finden ist. Das Schwarmbewusstsein wird von sogenannten Synapsenkreaturen aufgefangen und an die umliegenden kleineren Kreaturen weitergegeben. Ohne die Synapsenkreaturen verhalten sich viele Tyraniden wie einfache Raubtiere.

Ihre Technologie ist rein biologisch. Alles bei den Tyraniden lebt, ihre Raumschiffe, die Waffen dieser Kreaturen und selbst deren Munition sind Lebewesen die jeweils für einen speziellen Zweck genetisch erschaffen wurden.

Die Tyraniden wurden nach dem Planeten Tyran benannt, welches der erste imperiale Planet war, der durch sie zerstört wurde. Tyraniden sind in sogenannten Schwarmflotten organisiert. Das Imperium ist mittlerweile das Opfer von unzähligen Schwarmflotten geworden, zu einigen der Berühmtesten gehören:

Schwarmflotte Harbinger

Schwarmflotte Grendel

Schwarmflotte Behemoth ("Vollständig" Vernichtet, bei Macragge)

Schwarmflotte Leviathan (Wütet zur Zeit) [M41 999]

Schwarmflotte Kraken (Größtenteils vernichtet, mittlerweile bekannt unter dem Namen "Die Splitterflotten")

Necrons

Still und leblos wanken die Armeen der Necrons, die an Skelette aus Metall erinnern, auf ihre Gegner zu, ohne auch nur eine Miene zu verziehen, wenn sie verletzt oder gar zerstört werden – tatsächlich hat dieses Volk den Hang dazu, nach eigentlich „tödlichen“ Treffern einfach wieder aufzustehen und weiter zu laufen. So sind sie zwar nicht besonders schnell, aber unglaublich widerstandsfähig, und schon so mancher imperialer Kommandant verzweifelte im Kampf gegen diese Wesen, die einfach nicht liegen bleiben wollten.

Die Necrons (vormals Necrontyr) waren nicht immer eine leblose Spezies, sie wurden vielmehr in diese verwandelt als sie, auf der Suche nach Unsterblichkeit, mit den Sternengöttern, C'tan, einen Pakt eingingen. Sie wurden zwar unsterblich, aber ihnen wurde ihre Seele gestohlen so dass sie nur noch als uneigenständiges Bewusstsein, als Sklaven ihrer Götter existieren. Die Necrons traten erst kürzlich in das Bewusstsein des Imperiums – obwohl sie zu den ältesten Völkern überhaupt in der Galaxis zählen. Die Necrons haben einfach „geschlafen“ – 60 Millionen Jahre verharrten sie regungslos in ihren versiegelten Stasis-Grüften auf leblosen Planeten. Erst jetzt wachen die Necrons nach und nach auf, jetzt, wo ihre blutrünstigen, unglaublich mächtigen Sternengötter sich wieder erheben, um erneut Ernte unter den sterblichen Völkern zu halten.

Bisher sind erst zwei C'tan von ihrem Schlaf aufgewacht: Der Todesbote und der Gaukler. Zwei weitere befinden sich noch im Schlaf: der Drache und der Eremit. Einst, als diese Wesen, die sich von der Energie ganzer Sternensysteme ernähren, die Galaxis beherrschten, gab es weit mehr als vier von ihnen, doch hatten sie begonnen, sich gegenseitig abzuschlachten, als es keine jungen Völker mehr gab, die man ernten konnte.

Eldar

Nach vierzigtausend Jahren wurden aus den Elfen die Eldar, deren Rasse immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist und die ihren Niedergang dank überlegener Waffentechnologie scheinbar bis in alle Ewigkeit herauszögern können. Sie ziehen mit ihren Weltenschiffen durch die Galaxis und werden immer wieder von denjenigen angegriffen, die ihrer Technologie habhaft werden wollen oder ihr Territorium durch die Eldar verletzt sehen.

Einst herrschten die Eldar über ein gigantisches Sternenreich, doch sie wurden dekadent und vernichteten sich schließlich selbst. Bei der letzten großen Katastrophe, welche ihren Fall besiegelte, wurde der Chaosgott Slaanesh geboren, welcher die Dekadenz der Eldar personifiziert. Sein psionischer Geburtsschrei zerstörte das Eldarreich. Die Überlebenden, welche dem Wahnsinn entgehen konnten, flohen in den Weltenschiffen (Raumschiffen, die Lebensraum von der Größe eines Planeten bieten) in das All.

Im 41. Jahrtausend durchstreifen diese mysteriösen Wesen noch immer das All, von allen Seiten bedroht.

Die Armeen der Eldar verlassen sich in erster Linie auf ihre Gardisten (Milizsoldaten), welche aber nur in Kriegszeiten einberufen werden und die Führung ihrer Runenpropheten, der wohl mächtigsten Psioniker im Warhammer-Universum. Seltener anzutreffen sind die verschiedenen Gruppen der Aspektkrieger, die sich voll und ganz einem bestimmten Aspekt der Kriegsführung widmen. Außerdem finden sich viele Antigrav-Fahrzeuge in den Reihen der Eldar. Insgesamt bilden sie eine schnelle, schlagkräftige aber auch sehr zerbrechliche Armee.

„Ihre Arroganz wird nur von ihrer Feuerkraft übertroffen“ (Zitat eines Imperialen)

Dark Eldar

Die dunklen Brüder der Eldar sind grausame Weltraumpiraten, die vor nichts zurückschrecken, um sich mit Raub und Mord ihr Leben angenehm zu gestalten. Angenehm bedeutet für einen Dark Eldar, neue Foltermethoden zu ersinnen und Sklaven zu jagen. Blitzschnell tauchen sie mit eleganten dunklen Schiffen scheinbar aus dem Nichts auf und hinterlassen eine Spur von Blut und Tod.

Schon viele imperiale Kommandanten haben diese tödlichen Wesen unterschätzt – und erlitten im besten Fall einen schnellen Tod. Denn die Dark Eldar verschleppen die unglücklichen Überlebenden auf ihre Heimatwelt Commoragh, die in einem dimensionalen Leerraum zwischen der Realenwelt und dem Immaterium existiert. Dort, in der dunklen Stadt, erleiden diese Sklaven ein kaum mit Worten zu beschreibendes Grauen. Die wenigen Überlebenden, welche durch zweifelhaftes Glück in die Freiheit entkommen, berichten von blutigen Arenakämpfen, Folterungen und Morden. Meist sterben sie bald danach durch eigene Hand, denn dem Wahnsinn Commoragh kann man sich nicht durch Flucht entziehen: „Niemand entkommt der dunklen Stadt“.

Beherrscht wird Commoragh durch die sogenannten Kabalen. Diese Herrscherorganisationen wiederum werden von den hinterhältigen Dark Eldar Lords angeführt, welche täglich tausende von durch Schmerz destillierte Seelen verschlingen, um ihr unheiliges Dasein zu verlängern. Ein Lord erreicht seinen Rang nur durch Intrigen, Folter, Mord und Krieg. Jeder von ihnen weiß, dass er vor seinen Untergebenen mehr auf der Hut sein muss als vor jedem Feind, da selbst diejenigen, die ihm ewige Treue geschworen haben, insgeheim auf seinen Tod hoffen, um seinen Platz einnehmen zu können. Doch gerade deshalb ist es nahezu unmöglich einen Dark Eldar Lord zu überlisten – denn Fehler bedeuten auf Commoragh den Tod, und wer es in den Rang eines Lords geschafft hat, der muss im bisherigen Leben eine außerordentliche Gerissenheit und Skrupellosigkeit bessesen haben. Der mächtigste aller Dark Eldar ist Asdrubael Vect, oberster Lord der Kabale des schwarzen Herzens. Er gilt als der uneingeschränkte Herrscher von Commoragh.

Unterstützt werden die Lords durch die Haemonkuli, wahnsinnige Eldar, welche sich am Schmerz anderer laben. Diese Meister der Folterkunst übertreffen selbst imperiale Inquisitoren und es kann im Universum kaum ein schlimmeres Schicksal geben, als einem Haemonkulus in die Klauen zu fallen. Die höchste Kunst der Haemonkuli ist es, auf den Leibern ihrer halbtoten Opfer eine Symphonie der Schmerzensschreie zu spielen.

Chaos

thumb|300px|Terminator des Chaos

Das ewige Chaos bedroht das Universum. Die dunklen Götter und ihre Anhänger versuchen jegliche Ordnung zu zerschmettern um Gewalt, Krankheit und Schmerz als Zeichen ihrer Herrschaft über das ganze Universum zu verteilen. Dunkle Anhänger des Chaos gibt es auch im Imperium, Menschen, die gelockt von dunklen Versprechen nach Macht zu Verrätern werden. Sogar einzelne Space Marines werden von den Kräften des Chaos angezogen und konnten so schon ganze Legionen von Chaos Space Marines bilden, die beschenkt mit dunklen Gaben der Chaosgötter vor unnatürlichen Kräften strotzen und von ihren düsteren Idolen zur Zerstörung der Ordnung in den endgültigen Kampf geworfen werden.

Die größte Katastrophe, die dem Imperium widerfuhr, fand vor 10.000 Jahren statt und ist heute unter dem Namen Der Große Bruderkrieg bekannt. Damals, zur Zeit des Großen Kreuzzuges, als der Imperator mit der Hilfe der ersten 20 Space Marine Legionen die Galaxis eroberte und zu dem machte, was heute noch als Imperium existiert.

Am Höhepunkt der Siege der Legionen, flüsterte das Chaos zum meistgeliebten Primarchen des Imperators: Verrat und Korruption flüsterten die Dunklen Götter des Chaos in Horus' Verstand, vergifteten seinen Glauben und verzerrten sein Antlitz. Und so geschah der Kataklysmus … Auf Istvaan IV lockte Horus, dessen ganze Legion mittlerweile vom Chaos korrumpiert worden war, die loyalen Space Marine Legionen in eine Falle, als sich die Hälfte von ihnen gegen den Imperator wanden. Es brach ein gewaltiger Krieg im gesamten Imperialen Raum aus, als Bruder gegen Bruder auf Millionen von Welten focht. Doch langsam schienen die verräterischen Legionen (die heute übrigens als Chaos Space Marine Legionen bekannt sind) die Oberhand zu gewinnen, und so wurde letztlich der Imperiale Palast zu Terra, der Sitz des Imperators selbst, belagert und stand kurz vor der Niederlage – doch schaffte es der Führer der Menschheit durch das edle Opfer des Primarchen Sanguinius, Horus kurz vor dessen Triumph aufzuhalten und zu erschlagen. Daraufhin zerfielen die Strukturen der Chaos Legionen, und man konnte sie mithilfe der noch loyalen Marines zurückschlagen. Sie flüchteten daraufhin in den Warpsturm, der heute den Namen Wirbel des Chaos (Occularis Terribus) trägt, und Ausgungspunkt für die Schwarzen Kreuzzüge Abaddons, des „Nachfolgers“ von Horus, darstellt.

Und dies alles verdankt das Imperium dem Chaos – Milliarden von Leichen, verbrannte Welten, zerstörte Zivilisationen (die heute zwar zum Größten Teil wieder aufgebaut sind, doch wird der Makel des Chaos diesen Planeten für immer anhängen).

Die vier Chaosgötter

Tau

Die Tau sind eine neu erfundene Spezies aus dem Warhammer Universum, ihren Ursprung fanden sie im Tabletop Spiel Warhammer 40.000 der englischen Spielefirma Games Workshop. Ebenfalls vertreten sind die Tau im Videospiel Fire Warrior des Spieleentwicklers Kuju (Publisher: THQ) und einigen Büchern aus dem Warhammer Universum aus der Black Library.

Die Tau sind ein vergleichsweise junges Volk, doch ist ihre Technologie beachtlich weit Fortgeschritten. Fast alle lebenden Tau sind Bestandteil des Tau Sternenreichs und dienen von Geburt am dem Tau'va, dem höheren Wohl. Aufgrund ihrer diplomatischen und größtenteils friedlichen Vorgehensweise konnten sie schon viele kleinere Völker, Söldner oder Deserteure anderer Völker für ihre Sache gewinnen und somit ihr Sternenreich stetig erweitern. Sehr bekannte und in der Literatur oft genannte Verbündete der Tau sind die Kroot aber auch die Demiurg und einige Deserteuere des Imperiums der Menschheit verkehren in ihren Kreisen.

So gut wie alle Tau sind Mitglieder einer der vier Kasten, die sich die Aufgaben im Tau Sternenreich teilen. Während die Erdkaste die Bauern, Handwerker und Techniker stellt, stammen die Händler, Beamten und Diplomaten aus der Wasserkaste. Die Kapitäne und Besatzungen der Schiffe bilden die Luftkaste, während alle Soldaten und Kommandanten Mitglieder der Feuerkaste sind. Die Regierungsgewalt schließlich hat die Himmelskaste, das Bindeglied zwischen den Tau.

Computerspiele

Dawn Of War (THQ/GWI
Echtzeit-Strategie-Videospiel für Microsoft Windows PCs, welches von Spieleentwickler Relic Entertainment Inc. im Jahre 2004 für den Publisher THQ in Zusammenarbeit mit Games Workshop, unter dem Label GWI entwickelt wurde.
Fire Warrior (Kuju/THQ/GWI
Ego-Shooter für Microsoft Windows PCs und der Sony PlayStation 2
Rites Of War (SSI
Chaos Gate (SSI
Final Liberation (SSI
Space Hulk
Vengeance Of The Blood Angels (EA) :
Space Hulk 2 (EA

Zusätzliche Informationen

Zum Aufwerten der einzelnen Modelle kann man auf ein reichhaltiges Sortiment aus Resingussteilen der Firma Forgeworld, die indirekt auch zu Games Workshop gehört, zurückgreifen.

Weblinks

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20px WikiCommons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema Warhammer 40,000

See also: Warhammer 40, 000, Alien, Armbrust, Bogen, Electronic Arts, Elfen, Fantasy, Folter, GWI