Wärmedämmung
Die Wärmedämmung ist die Dämmung, sprich Maßnahmen an Gegenständen die Wärme abgeben, dass diese nicht an die Umgebung freigegeben wird. Typische Fälle sind Kühlschränke, HeizkesselWasserleitungen für Heizung und Warmwasser, sowie ganze Gebäude.
In der Umgangssprache wird auch von Isolierung gesprochen, doch diese trennt vollständig; eine Dämmung verlangsamt nur den Austausch.
Wärmedämmung von Gebäuden
Die Wärmedämmung von Gebäuden zur Einsparung von Heizenergie hat in den letzten Jahren einen sehr hohen Stellenwert erhalten.
Baustoffe wie Stahl, Beton und Glas, aber auch Natursteine sind relativ gute Wärmeleiter, so dass die daraus errichteten Außenwände von Gebäuden bei kalter Witterung sehr schnell die Wärme von der Innenseite an die Außenseite abgeben. Deshalb verkleidet man heute derartig gebaute Wände - meistens an der Außenseite - mit sogenannten Dämmstoffen, das sind Materialien mit geringer Wärmeleitung. Gebräuchlich sind:
- Geschäumte Kunststoffe (beispielsweise Polystyrol, Neopor oder Polyurethan)
- Mineral- und Glaswolle
- mineralische Schäume wie Porenbeton, Vulkangestein Perlite
- Schüttungen aus Zelluloseflocken, Ceralith, Blähglas und Blähton
- Holzwolle, Kork oder tierische / pflanzliche Fasern wie Hanf, Flachs, Kokos, Wolle
- Holzfaserwerkstoff
- Schilfrohrmatten
Der Wärmedurchgang wird angegeben durch den U-Wert (früher K-Wert) des Materials bzw. der gesamten Wandkonstruktion. Die Dämmung von Dächern und Decken (Böden) ist auch notwendig.
Man unterscheidet Außendämmung, Innendämmung und Kerndämmung. In Deutschland ist der einschalige Wandaufbau aus wärmedämmenden Baustoffen wie zum Beispiel Ziegel oder Bims- und Porenbeton gängig. In Norddeutschland ist der zweischalige Wandaufbau mit Kerndämmung häufig. Für die nachträgliche Verbesserung der Wärmedämmung wird oft eine Außendämmung verwendet. Neben der Heizwärmeeinsparung im Winter wird bei dieser Form der Wärmedämmung auch noch eine Verbesserung der Behaglichkeit im Sommer erreicht.
Bei Lehmaussenwänden in Fachwerkhäusern kann man auch nachträglich eine Wärmedämmung einbauen, wenn die Konstruktion mit diffusionsoffenen Dämmstoffe ausgeführt werden.
Diffusionsoffene Dämmstoffe sind Holzprodukte, pfanzliche Fasern wie Hanf und Flachs, Schiffrohr, Kork und Zelluloseflocken. Relativ diffusionsdicht sind die geschäumten Kunststoffe. Mineral- und Glaswolle sind zwar diffusionsoffen, doch wenn sie einmal durchfeuchtet sind, trocknen sie nur schlecht.
