Waschküche
Eine Waschküche war bis zum Aufkommen der Waschmaschine ein Raum, welcher der Wäschereinigung diente. Eine W. lag im Kellergeschoß bzw. in einem kleinen Haus hinter einer Wohnbebauung. Wesentlicher Bestandteil einer W. war ein gemauerter Ofen mit eingemauerter Wanne in der das Waschwasser erhitzt wurde. In der Nähe der Waschküche oder in der Waschküche selbst waren Möglichkeiten der Wäschetrocknung (gespannte Leinen) vorgesehen. Eine Waschküche hatte am Boden einen Wasserablauf damit überschüssiges Wasser abfließen konnte.
Die Prozedur des Waschens in der Waschküche benötigte weitere Utensilien wie: Handpaddel um die heiße Wäsche aus dem Bottich zu ziehen, eine Wäscheruffel (Wellblech) um besonders verschmutzte Textilen mechanisch zu reinigen sowie diverse Zinkwannen zum Spülen der Textilien. Da das Aufheizen des Waschwassers längere Zeit benötigte, lag die Dauer einer Gesamtwäsche bei einem Tag.
Bemerkenswert war die starke Dampfentwicklung die beim Kochen der Textilen entstand. Eine Waschküche mußte daher ein zu öffnendes Fenster haben.
