Wasserflugzeug
thumb|Wasserflugzeug im Landeanflug thumb|Wasserflugzeug am Hafen thumb|Wasserflugzeug im Hamburger Hafen Ein Wasserflugzeug ist ein ziviles oder militärisches Motorflugzeug, das für Start und Landung auf Wasserflächen konstruiert ist.
Es hat meist unter jeder der beiden Tragflächen einen leichten, bootartigen Schwimmer, der innen Luft oder Schaumstoff enthält und sich durch seine Form schon bei geringer Geschwindigkeit aus dem Wasser hebt. Bei Stillstand schützt er das Flugzeug vor dem Kentern.
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Einsatz von Wasserflugzeugen
"Sea- or Hydroplanes" werden oft zwischen Inseln oder in unwegsamen Ländern eingesetzt (Russland, Kanada; Fotos unten) - bzw. in den Tropen und für Rettungsflüge. Es gibt sie seit 1910 (z.B. Boeing 1916), sie sind aber heute im Betrieb teurer als Land-Flugzeuge.
Trotz Unabhängigkeit von Flugplätzen gelten allgemeine Flugregeln und ist Funkkontakt auf 121.5 MHz üblich. Bei manchen Typen sind die Schwimmer relativ einfach gegen ein übliches Fahrwerk austauschbar.
Bekannte Typen sind z.B.: Cessna 172 und Cessna 195 (Bericht: WaterFlying Magazine 9.2003), de Havilland, HU Albatros, Piper PA 12 und 14 (WaterFlying 2003/02), Seamaster, Twin Bee, Zenair CH.
Der erste - wenn auch kurze - "Wasserflug" war jener von Wilhelm Kress vom 3. Oktober 1901 am Wienerwaldsee. Obwohl fast nur Fachleuten bekannt, gebührt ihm gewisse Priorität für den ersten Motorflug vor den Wrights und anderen Flugpionieren.
Europas erste Wasserfluglinie wurde am 10. August 1925 in Deutschland eröffnet: sie führte entlang der Elbe und verband die damals noch selbständige Stadt Altona mit Dresden; die Wasserflughäfen lagen in A.-Neumühlen bzw. D.-Johannstadt. Im Einsatz waren 2 Maschinen vom Typ Junkers F 13, die täglich in beiden Richtungen verkehrten und bis zu 4 Passagiere sowie Sendungen der Deutschen Reichspost beförderten; die planmäßige Flugzeit betrug etwa 4 Stunden, einschließlich einer Zwischenlandung in Magdeburg. Nachdem sich bereits im Winter 1925/26 herausstellte, dass die Strecke (auch wegen Eisgangs auf der Elbe) nicht rentabel betrieben werden konnte, übernahm die neugegründete Deutsche Lufthansa AG im Januar 1926 die Linie und legte sie im Sommer des gleichen Jahres zugunsten einer regelmäßigen Landfluglinie Dresden-Hamburg still. Die beiden Wasserflugzeuge wurden auf Fahrwerke umgestellt.
Das erste Wasserflugzeug mit Düsenantrieb war der Saunders Roe SRA/1-Jäger. Er wurde in Großbritannien im Jahre 1947 entwickelt und hatte eine Maximalgeschwindgkeit von 824 km/h.
Wasserflugzeuge seltener Bauart
Außer den Schwimmerflugzeugen gibt es auch Flugboote, deren Unterseite wie ein Bootsrumpf geformt ist. Damit sie direkt auf dem Wasser starten/ landen können, haben sie gegen das Kentern seitliche Stützschwimmer.
Ähnlich - nur relativ höher gebaut - sind Wasserflugzeuge mit Zentralschwimmer. Sie haben hohe Stabilität beim Wassern auf unruhiger See. Dieser Typ wurde aber selten, weil das Anlegen am Steg mit 3 Schwimmern schwieriger als mit zwei ist.
Zu Beginn der Fliegerei gab es auch 3-Schwimmer-Typen mit Spornschwimmer (wie beim Segelflugzeug hinten) oder Bugschwimmer, doch hatten sie hohen Luftwiderstand.
Sogar einzelne Typen mit Hydroflügel oder Schikufen gab es, sie haben sich aber nicht durchgesetzt.
Siehe auch:
Amphibienflugzeug, Flugboot, Verkehrsflugschiff
Weblinks
- Flugzeug-Foto Québec: http://www.50links.de/kanada/kanada_fotos14.htm
- Wasserflugzeug +Bären: http://www.stefan-gossner.de/Urlaub/Kanada2001/19-Jul-2001.html
- US-Broschüre: http://www.seaplanes.org/advocacy/booklet.pdf
- näheres zu seltenen Bauarten: http://www.kdkuehn.de/modellwasserfliegen_flugzeug-klassen.htm
Kategorie:Flugzeugtyp
