Wehrkreis

Die Wehrkreise (WK) teilten das Gebiet der Weimarer Republik und später des deutschen Reichs in Reichsverteidigungsbezirke, die jeweils für Rekrutierung und Ausbildung von Teilen der Reichswehr bzw. der Wehrmacht verantwortlich waren. In jedem Wehrkreis gab es auch Dienststellen, die für den Ersatz und die Versorgung dieser Heeresteile zuständig waren.

Während des zweiten Weltkrieges gab es zunächst die WK I-XIII, zu denen nach dem Anschluss Österreichs 1938 die WK XVII und XVIII und nach der Niederlage Polens 1939 die WK XX und XXI hinzukamen.

Wehrkreis Gebiet Hauptquartier
I Ostpreußen Königsberg
II Mecklenburg Stettin
III Altmark, Neumark, Brandenburg Berlin
IV Sachsen, Ost-Thüringen, Nord-Böhmen Dresden
V Elsass, Baden, Württemberg Stuttgart
VI Westfalen, nördliches Rheinland, Ost-Belgien Münster
VII Süd-Bayern München
VIII Schlesien, Sudetenland Breslau
IX Hessen, West-Thüringen Kassel
X Provinz Schleswig-Holstein, nördliches Hannover Hamburg
XI Braunschweig, Anhalt, südliches Hannover Hannover
XII südliches Rheinland, CdZ-Gebiet Lothringen, Pfalz Wiesbaden
XIII Nord-Bayern, West-Böhmen Nürnberg
XVII nördliches Österreich, südliche Tschechoslowakei Wien
XVIII südliches Österreich, nordliches Slowenien Salzburg
XX Freie Stadt Danzig, Polnischer Korridor, westliches Ostpreußen Danzig
XXI West-Polen Posen
Böhmen und Mähren Tschechoslowakei Prag
Generalgouvernement besetzte polnische Gebiete Krakau

See also: Wehrkreis, 1938, 1939, Altmark, Anhalt, Anschluss (Österreich), Baden (Land), Bayern, Belgien, Berlin