Weideland

[[bild:Pony_1.jpg|thumb|Pony beim Grasen auf einer Weide]] Weideland ist Grünland, das Vieh oder Wildtieren als Futterplatz dient. Im Gegensatz zur Wiese wird Weideland nicht gemäht. Ohne Weidepflege sind auf Weideland Pflanzen begünstigt, die dem Vieh weniger gut schmecken, z.B. dornige oder giftige Arten; durch Weidepflege wird deren Ausbreitung verhindert. Auf gepflegten Weiden sind daher solche Pflanzen anzutreffen, die häufigen Verbiss und das Betreten durch die Tiere gut ertragen (z.B. Deutsches Weidelgras oder Weißklee).

Verbreitete Weideunkräuter sind Ampfer, Hahnenfuß, Distel und Quecke. Diese werden nicht abgeweidet und breiten sich deshalb ohne regelmäßige Weidepflege schnell aus.

Durch die Beweidung von Grünflächen kommt es durch das ständig kurz gehaltene Gras zu höheren Feuchtigkeitsverlusten durch Evapotranspiration als bei Wiesen. Daher ist für intensive Weiden ein Niederschlag im Allgemeinen von mindestens 650 mm/Jahr erforderlich. Wenn Pflanzen zu lange oder ohne ausreichende Erholungsphase einer Beweidung durch zu viele Tiere ausgesetzt sind, die also Aufwuchsmenge über einen längeren Zeitraum niedriger als der Futterbedarf der Tiere ist, spricht man von Überweidung.

Der Lebensraum Viehweide wurde 2004-2005 durch das Naturschutzzentrum Hessen als Biotop des Jahres ausgerufen, um auf die Gefährdung dieses Lebensraumes aufmerksam zu machen.

Siehe auch: Weidegerechtigkeit, Grünlandwirtschaft, Alm

See also: Weideland, 2004, 2005, Alm (Bergweide), Ampfer, Biotop des Jahres, Deutsches Weidelgras, Disteln, Evapotranspiration, Futter