Weißenhorn

Wappen Karte
140px|Stadtwappen am Fuggerschloss
Weblink
140px|Deutschlandkarte, Position von Weißenhorn hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Geografische Lage: 48° 18' n. Br.
10° 10' ö. L.
Höhe: 539 m ü. NN
Fläche: 53,69 km²
Einwohner: 13.260 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 247 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89264
Vorwahl: 07309
Kfz-Kennzeichen: NU
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 164
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 2 und 4
89264 Weißenhorn
Offizielle Website: www.weissenhorn.de
E-Mail-Adresse: info@weissenhorn.de
Politik
Bürgermeister: Heinz Berchtenbreiter (parteilos)

Weißenhorn ist eine Stadt im Landkreis Neu-Ulm in Bayern. Die Stadt liegt circa 17 km südöstlich von Ulm an der Roth.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass es auf dem heutigen Stadtgebiet von Weißenhorn eine Siedlung der Alamannen gab. Auch römische Funde sind belegt.

Weißenhorn wurde erstmals 1160 als villa Wizzenhorn urkundlich erwähnt. Ab dem 13. Jahrhundert war Weißenhorn Sitz einer Linie des Adelsgeschlechts Neuffen. Als diese 1342 erlosch, kam Weißenhorn in den Besitz der Herzöge von Bayern, die die Stadt fast ständig beliehen und an andere verpfändet hatten. 1473 hielt Herzog Ludwig der Reiche jedoch Hof in Weißenhorn. Im Landshuter Erbfolgekrieg kam Weißenhorn in den Besitz von Kaiser Maximilian I. und wurde 1504 vorderösterreichische Landstadt. Maximilian übertrug den Besitz 1507 an Jakob Fugger, wegen Weißenhorns überlieferten und erneut bestätigten Privilegien blieben die Hoheitsrechte jedoch bei Österreich. Die Fugger, die die Herrschaft in der Stadt über Jahrhunderte innehatten, unterstützten die lokale Barchentweberei und machten Weißenhorn zu einer blühenden Handelsstadt.

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Stadt am 1. April 1525 von 12.000 Bauern angegriffen, die die Stadt jedoch nach erfolgreicher Verteidigung durch die Bürger verschonten und zum Angriff auf das benachbarte Kloster Roggenburg übergingen.

Nach dem Preßburger Frieden 1805 wurde Weißenhorn wieder bayerisch. Mit der Eröffnung der Nebenbahnlinie nach Senden setzte 1878 eine rege bauliche und wirtschaftliche Entwicklung ein.

Wirtschaft

Verkehr

Die Nebenbahnlinie Weißenhorn – Senden (Länge: 9,6 km) wurde am 15. September 1878 eröffnet und band Weißenhorn an die Hauptstrecke UlmMemmingen an. Der seit Anfang der 1960er Jahre ausgedünnte Personenverkehr wurde 1966 endgültig eingestellt. Güterverkehr wird auf der Strecke weiterhin betrieben.

Weißenhorn ist durch Omnibuslinien mit Ulm und der Region verbunden. Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund an.

Weißenhorn besitzt einen Anschluß an die A 7.

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt Weißenhorn gibt es folgende Stadtteile:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

thumb|200px|Im Stadttheater

Museen

Bauwerke

thumb|200px|Hauptstraße thumb|200px|Neuffen- und Fuggerschloss Die Altstadt ist weitgehend in historischem Zustand erhalten. Mittelalterliche Bürgerhäuser, teilweise in Fachwerkbauweise, stattliche Wirtshäuser und Bauten des 19. Jahrhunderts zeugen von der Tradition als Handelsstadt. Die mittelalterliche Stadtbefestigung wurde bis 1837 abgetragen, das Obere Tor, das Untere Tor und der Prügelturm blieben jedoch erhalten. Der Lauf der Stadtmauer ist an der Östlichen Promenade und am Stadtgraben noch heute erkennbar.

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

20px WikiCommons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema Weißenhorn


Weissenhorn Weissenhorn

See also: Weißenhorn, 1. April, 1160, 13. Jahrhundert, 1342, 1473, 15. September