Welimir Chlebnikow
Welimir Chlebnikow (russisch Велимир Хлебников, eigentlich Wiktor Wladimirowitsch Chlebnikow, Виктор Владимирович Хлебников, wiss. Transliteration Viktor Vladimirovič Chlebnikov; * 28. Oktober/9. November 1885 in Tundutowo; † 28. Juni 1922 in Santalowo (verhungert) war ein Dichter des russischen Futurismus, dessen Werk und Einfluss aber weit über diese Bewegung hinausreicht.
Chlebnikow gehörte der bedeutsamsten Futuristengruppe Gileas (Гилея) an. Zusammen mit Wladimir Majakowski, Dawid Burljuk und Alexej Krucenych (Алексей Елисеевич Крученых) veröffentlichte er 1909 das Manifest Eine Ohrfeige dem allgemeinen Geschmack (Пощечина общественному вкусу), das als Manifest des russischen Futurismus gilt. Aber schon vor diesem Manifest hatte er eine ganze Reihe herausragender Gedichte geschrieben.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen Bobeobi (1908/09), Grashüpfer (1908/09), Kolokol Uma (1913) und die so genannte Über-Erzählung (сверхповесть) Sangesi.
In seinem Werk experimentierte Chlebnikow mit der russischen Sprache. Er ging bis zu ihren Wurzeln zurück und erfand unzählige Neologismen. Zusammen mit Krutschonych entwickelte er die Kunstsprache Saum. Er war außerdem fasziniert von slawischer Mythologie und Numerologie.
Literatur
Velemir Chlebnikov, Werke. Poesie - Prosa - Schriften - Briefe, Reinbek: Rowolth 1985 ISBN 3498008684
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chlebnikow, Welimir |
| ALTERNATIVNAMEN | Viktor Vladimirovič Chlebnikov, Wiktor Wladimirowitsch Chlebnikow |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Dichter |
| GEBURTSDATUM | 9. November 1885 |
| GEBURTSORT | Tundutowo |
| STERBEDATUM | 28. Juni 1922 |
| STERBEORT | Santalowo |
