Welthunger

Mit dem Ausdruck Weltunger wird die dramatische Situation beschrieben, dass derzeit (2004) rund 852 Millionen Menschen von Hunger und Unterernährung betroffen sind (1990 waren es 822). (Quelle: FAO) Das ist etwa jeder achte Mensch auf der Erde (davon rund 777 Millionen in den Entwicklungsländern). Jeden Tag sterben bis zu 100.000 Menschen an Hunger oder an seinen Folgen, alleine 1999 sind 30 Millionen Menschen weltweit direkt oder indirekt am Hunger gestorben.

Die meisten Hungernden leben in Asien (550 Millionen), gefolgt von Afrika mit 170 Millionen Menschen, Hunger ist ebenso in Lateinamerika und vielen osteuropäischen Ländern ein Problem.

Viele Hungerexperten sind der Ansicht, dass man Hunger letzten Endes nur durch Bildung reduzieren könne. Menschen mit Bildung sind am ehesten in der Lage, aus dem Armutskreislauf auszubrechen, durch den Hunger verursacht wird. (siehe: Hilfe zur Selbsthilfe)

Trotz zahlreicher Hilfsprogramme stiegen die absoluten Zahlen der Hungernden in der Welt an, allein relativ zur Zunahme der Weltbevölkerung konnte eine leichte Reduzierung festgestellt werden. Litten 1990 noch 20 % der Weltbevölkerung an Hunger, so waren es 1999 relativ zur Bevölkerungszunahme 19 %. Ein positiveres Bild bietet sich, wenn man die Zahlen in einem größeren Zeitraum vergleicht. So ging die Zahl seit 1970 weiter zurück.

Durch Kürzungen von Sozialleistungen für slowakische Roma und Sinti gab es im Februar 2004 zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen Hungeraufstand in Europa.

Literatur

Weblinks

Siehe auch

Hungersnot, Hungertod, Durst, Brot für die Welt

See also: Welthunger, Afrika, Asien, Bildung, Brot für die Welt, Durst, Entwicklungsland, Food and Agriculture Organization, Hilfe zur Selbsthilfe, Hunger