Wendenkreuzzug

Den Wendenkreuzzug führte 1147 Sachsenherzog Heinrich der Löwe. Statt mit Konrad III. auf den Zweiten Kreuzzug ins Heilige Land ging er allerdings nicht gegen die Sarazenen, sondern zunächst die heidnischen Wenden, also Westslawen, die zwischen Elbe und Oder bis nach Stettin siedelten. Später unterwarf Heinrich auch die Pomoranen östlich von Stettin, die z. T. bereits christianisiert waren.

Während sich die katholische Kirche weitere Verbreitung des Christentums versprach, ging es Heinrich vor allem um den Gewinn an Territorium. Nach dem früheren militärischen Misserfolg von 983 (Wendenaufstand) beginnt hiermit erneut die Errichtung deutscher Herrschaft im Raum östlich der Elbe. Der Untergang des eigenständigen wendischen Reiches der Abodriten ist damit eingeleitet. 1164 unterwirft Heinrich Pommern.

In der Folge wurde das eroberte Gebiet von deutschen und niederländischen Bauern besiedelt.

See also: Wendenkreuzzug, (Fünfter) Kreuzzug, 1147, 1164, 983, Abodriten (Volk), Albigenserkreuzzug, Christentum