Wendezug

[[Bild:RE-Wendezug.jpg|thumb|250px|Doppelstock-Wendezug in ]] Als Wendezüge (schweiz.: Pendelzug) bezeichnet man lokbespannte Züge, bei denen beim Richtungswechsel am Endbahnhof das Triebfahrzeug (die Lokomotive) nicht umgesetzt werden muss, weil

Für die Fernsteuerung mit einem Steuerwagen muss das Triebfahrzeug entsprechend ausgerüstet sein, außerdem muss die gleiche Wendezugsteuerung verwendet werden. Waren früher vorwiegend Nahverkehrszüge Wendezüge, so sind heute zahlreiche Personenzüge der DB AG Wendezüge, denn der Wegfall des Umsetzens bedeutet eine Zeitersparnis an den Endpunkten, es kann so mit gleichen Mitteln eine höhere Taktrate der Züge erreicht werden. Des Weiteren ist das Vorhalten eines Rangiergleises am Endbahnhof nicht notwendig.

Geschichte

Spezielle Wendezüge wurden vermutlich erstmals bei der Lübeck-Büchener Eisenbahn im Mai 1936 als Stromlinien-Schnellfahrzüge mit Doppelstockwagen eingesetzt. Die speziell für diesen Zug gebauten Dampflokomotiven waren Schnellfahr-Tender-Dampflokomotiven mit Stromlinienverkleidung, die vom anderen Zugende aus vom Lokführer ferngelenkt werden konnte.

In den 50er Jahren baute die DB mehrere Dampflokomotiven der Baureihe 78 für den Wendezugverkehr zwischen Frankfurt und Wiesbaden um. Der Lokomotivführer hatte direkt nur Zugriff zur Bremse. Die Befehle zum Beschleunigen oder Beibehalten der Geschwindigkeit gab er an einen besonders geschulten Heizer weiter, der den Regler und die Steuerung bediente (indirekte Wendezugsteuerung).

Details zur Geschichte der ersten Wendezüge siehe Doppelstockwagen.

See also: Wendezug, 1936, Baureihe 78, Dampflokomotive, Deutsche Bahn, Doppelstockwagen, Frankfurt, Lokführer, Lokomotive, Lübeck-Büchener Eisenbahn