Wertheim-Konzern

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Alfred Messel: Kaufhaus Wertheim am Leipziger Platz

Geschichte

Der Wertheim-Konzern hat seine Ursprünge in der Hansestadt Stralsund, wo im 19. Jahrhundert die erste "Manufactur" Georg Wertheims eröffnete.

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Stammhaus Abraham Wertheim Berlin, in der Illumination zur Großjährigkeitserklärung des Kronprinzen am 6. Mai 1900

Nachdem das Geschäft sehr erfolgreich angelaufen war wurde in der Stralsunder Ossenreyerstraße ein imposantes Kaufhaus mit moderner Architektur und zwei beeindruckenden Lichthöfen erbaut. Das Gebäude wurde – wie der gesamte Konzern, der mittlerweile durch Expansion entstanden war – von den Nationalsozialisten beschlagnahmt.

Die Wertheim-Kaufhäuser

Als das schönste Kaufhaus Deutschlands wurde Wertheim am Leipziger Platz gehandelt, ein Konsumtempel, der mit dem späteren KaDeWe (Kaufhaus des Westens) am Wittenbergplatz wetteiferte. Wertheim spielte in der gleichen Liga wie das Bon Marché in Paris. Die Kaufhausgründer Karstadt, Jandorf, Tietz und Wertheim hatten die französisch-amerikanische Erfindung des großen Warenhauses der 1850er Jahre nach Deutschland geholt. Das Haus am Leipziger Platz übertraf alle bisherigen deutschen Kaufhäuser. Der Kaiser lieferte mit seiner Cadinener Kachelmanufaktur an Wertheim. Die Kacheln schmückten die Wände und Brunnen des Sommergartens, der Kaiser war zur Einweihung des Warenhauses gekommen. Gebaut hatte das Haus Alfred Messel, ein Schinkel-Schüler, in den Jahren 1896 bis 1912 (I.–IV.Bauabschnitt), 1925 bis 1926 folgte der fünfte Bauabschnitt. Es reichte bis zum Leipziger Platz und zur Voßstraße auf einer Grundstückfläche von 27.000 m². Es war ab 1926 mit 112.000 m² Nutzfläche und 70.000 m² Verkaufsfläche das größte Kaufhaus Europas. Bis zum heutigen Tage war es in Europa nur vom Kaufhaus Harrods in London übertroffen. Durch Bombenangriff Ende November 1943 wurde es zum Teil zerstört. Es hätte von der Bausubstanz her nach dem Krieg wieder hergestellt werden können, aber die im Ostsektor Berlins stehenden Wertheim Häuser wurden enteignet. Der Abriß der Ruine ist 1955-1956 erfolgt.

Literatur

See also: Wertheim-Konzern, 1943, Alfred Messel, Berlin, Breslau, Georg Wertheim, Hannover, Hansestadt, Harrods, Karl Friedrich Schinkel