Westfjorde

Die Westfjorde (isländisch: Vestfirðir) umfassen eine Halbinsel und Region mit einer Fläche von 9409 km2 Größe im Nordwesten von Island. Wie der Name sagt, reichen zahlreiche Fjorde tief ins Land hinein und geben dem Gebiet ein zerfurchtes Aussehen. Rund 30% der Küstenlinie des Landes insgesamt entfallen auf die Westfjorde.

Der Hauptort ist Ísafjörður.

thumb|Die Westfjorde (senfgelb)

Die Gegend ist inzwischen relativ dünn besiedelt mit insgesamt ca. 7930 Einwohnern (2002), das entspricht weniger als 3% der isländischen Bevölkerung. Um 1900 lebten hier noch 16% der Bevölkerung von Island.

Die Gründe für diese extreme Landflucht liegen im nachlassenden Arbeitskräftebedarf in der Agrar- und Fischwirtschaft, von denen die Westfjorde hauptsächlich leben, und in der Isolation des Gebietes. Die Verkehrsanbindung ist selbst heute noch im Winter relativ schwierig. Viele Straßen bestehen nur aus Schotterpisten. Und das oft regnerische oder stürmische Wetter behindert den Flugverkehr. Im Winter fällt auch nach wie vor noch viel Schnee.

Zahlreiche Menschen ziehen in die Hauptstadtregion oder wandern in andere Länder aus, so beispielsweise nach einer Lawinenkatastrophe im Jahr 1996.

Inzwischen baut man den Tourismus als neuen Erwerbszweig aus, da die Fjorde landschaftlich sehr reizvoll sind.

Weblinks

See also: Westfjorde, 1900, 1996, Fjord, Fremdenverkehr, Halbinsel, Island, Isländische Sprache, Landflucht, Ísafjörður