Wildes Denken

Der Begriff Wildes Denken wurde von dem Ethnologen Claude Lévi-Strauss geprägt. Er bezeichnete damit eine in "primitiven" Kulturen dominante Denkform, die mit einer archaischen, magischen Weltsicht verbunden ist: Alle Wesen, Dinge und Phänomene sind dabei durch einen allumfassenden Zusammenhang miteinander verbunden, der rational nicht erklärbar oder begreifbar ist. Dieses Denken ist kein eigenständiger Prozess, vielmehr findet es in Form von komplexen Bildern als integraler Bestandteil der sinnlichen Wahrnehmung und der Einbildungskraft statt. Ordnung ist hierbei das Ergebnis immer wieder neuer Kombinatorik und Assoziation, nicht die Folge von Abstraktion und deduzierter rationaler Prinzipien wie etwa der Kausalität.

Der Begriff wird auch in der modernen Kunst verwendet.

siehe auch: Phantastik, Irrationalismus, Akausalität, Synchronizität, Sinn, Archetyp

Beispiele

Zeitschriften

Bücher

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See also: Wildes Denken, Abstraktion, Akausalität, Anna Oppermann, Archaik, Archetyp, Assoziation, Claude Lévi-Strauss, Deduktion, Denken