Windhuk
thumb|300px|Windhoek Independence Avenue Windhuk ['vɪnthʊk] (amtlicher niederländischer und englischer Name Windhoek) (1.650 m ü. d. M.) ist die Hauptstadt Namibias (südliches Afrika).
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Verkehr
Windhoek ist der Hauptknotenpunkt des namibischen Schienennetzes: hier laufen alle Schienenstränge aus Gobabis ( im Osten), Keetmanshoop ( im Süden), Swakopmund ( im Westen) und Tsumeb ( im Norden) zusammen. Allerdings spielt der namibische Eisenbahnverkehr vor allem im Gütertransport eine Rolle. Eine Ausnahme stellt der Shongolo-Express dar, der als ausgesprochener Touristenzug in unregelmäßigen Abständen bevorzugte touristische Ziele im ganzen Land anfährt.
thumb|Independence Avenue 2 Ansonsten findet Personenverkehr in erster Linie auf der Straße statt - entweder als Individualverkehr oder - in beschränktem Maße - auch als Überland-Busverkehr zu innernamibischen, südafrikanischen und botswanischen Zielen. In Windhoek kreuzen sich die beiden wichtigsten Straßenverbindungen: in Nord-Süd-Richtung die B 1 von Kapstadt/Südafrika nach Lusaka/Angola und in Ost-West-Richtung der Trans Kalahari Highway vom Atlantik zum Indischen Ozean. Durch den autobahnähnlich ausgebauten Western Bypass allerdings bleibt der Stadtkern vom Durchgangsverkehr weitgehend verschont.
Windhoek verfügt über zwei Flughäfen: den am südlichen Stadtrand liegenden Inlandsflughafen „Eros“ und den etwa 40 km östlich der Stadt gelegenen Internationalen Flughafen „ Hosea Kutako “.Unter anderem durch die staatliche Fluggesellschaft Air Namibia werden von hier aus eine Vielzahl innernamibischer, innerafrikanischer und überseeischer, insbesondere europäischer Flugziele bedient.
Wirtschaft
Windhoek ist das unangefochtene wirtschaftliche Zentrum des Landes. Hier haben nahezu alle namibischen bzw. in Namibia ansässigen Firmen und Konzerne ihren Sitz. Trotz eines zahlenmäßig sehr geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung sind sehr viele namibische Unternehmen in der Hand deutschstämmiger Eigentümer. Eine sehr gewichtige Rolle spielen daneben südafrikanische Unternehmen, zumal die namibische Wirtschaft auf das Engste mit der südafrikanischen verwoben ist.
Kultur
Das kulturelle Leben von Windhoek entspricht möglicherweise nicht unbedingt den Erwartungen in eine Landeshauptstadt. Die Erklärung dafür liegt vermutlich auch in der Geschichte des Landes und des mit der Unabhängigkeit erfolgten Machtwechsels: die von vielen europäisch-stämmigen Einwohnern durchaus gepflegten Kulturtraditionen werden nur noch ausnahmsweise öffentlich ausgelebt; eine diesen Mangel ausgleichende „schwarz-afrikanische“ Kultur jedoch ist kaum bzw. nur für den Insider erkennbar und findet vielleicht auch nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihr gebührt. So beschränkt sich das kulturelle Leben vielfach auf „geschlossene“ Veranstaltungen bestimmter Volksgruppen, die von den jeweils anderen Volksgruppen mit mehr oder weniger großem Unverständnis oder mit Desinteresse zur Kenntnis genommen werden. Als Beispiele seien hier der Windhoeker Karneval oder das Oktoberfest genannt. Mit zunehmendem Selbstbewusstsein der schwarzen Bevölkerungsmehrheit einerseits und dem wachsenden Interesse der Touristen an authentischem afrikanischen Kulturschaffen andereseits wächst allerdings die Chance, dass sich hieran etwas ändert. Nach Verlagerung der Windhoeker Brauerei in den Außenbereich der Stadt ist die im Zentrum gelegene "alte Brauerei" zum sicht- und hörbaren Mittelpunkt afrikanischen Kulturschaffens geworden: durch das hier eingerichtete "Craft-Center", die regelmäßig stattfindenden Konzerte afrikanischer Musikgruppen und die Theateraufführungen im "Warehouse Theater". 1997 ist Windhoek eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Kleinstadt Trossingen (Baden-Württemberg), 2000 mit der deutschen Hauptstadt Berlin, eingegangen.
Weblinks
- Offizielle Internetseite von Windhoek
- Homepage der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V.
- Allgemeine Zeitung Namibia (älteste Tageszeitung Namibias; erscheint in Windhuk)
