Wirbelschleppe

Bei Wirbelschleppen, auch Wirbelzöpfe genannt, handelt es sich um zopfartig drehende Luftverwirbelungen hinter fliegenden Flugzeugen. Sie treten hauptsächlich an den Enden der Tragfläche auf, und sind am stärksten, je langsamer das Flugzeug fliegt. Sie können bei schweren Flugzeugen sehr stark werden.

Speziell im Gebiet eines Flughafens, also angefangen in der Luftwarteschleife, aber besonders im Landeanflug und beim Start sind daher die Abstände der Maschinen wichtig, um Turbulenzen und Steuerprobleme für nachfolgende Maschinen im Luftraum zu verhindern. Hier gilt eine Richtzeit von zwei Minuten. Diese Staffelung wirkt sich natürlich auf die Kapazität eines Flughafens aus. Airbus hat daher für den Airbus A380 Technologien entwickelt, die die Wirbelschleppen auch bei diesem großen Flugzeug in Grenzen halten.

Wirbelschleppen können derart große Strömungen quer zur Flugbahn eines nachfolgenden Flugzeuges erzeugen, dass die Belastungsgrenzen der Bauteile überschritten werden. So ist es schon vorgekommen, dass einem zu früh gestarteten Flugzeug in dem der Kapitän dieser Störung entgegenwirken wollte, das Seitenleitwerk abgerissen wurde. Manche Wirbel können theoretisch einen "Salto" eines nachfolgenden Flugzeuges verursachen.

Heute beschäftigen sich Luftfahrtingenieure sehr intensiv mit diesem Problem, z.B. durch Anbringen von Winglets und durch Windkanalexperimente.

Kategorien

Folgende Gewichtsklassen wurden eingeführt, um die Gefahr von Wirbelschleppen zu kategorisieren:

Die Boeing 757 wurde auf Grund von verstärkt auftretenden Wirbelschleppen nach Beinaheunfällen trotz ihres Gewichtes von weniger als 136 Tonnen in die Kategorie Heavy einsortiert.

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Kategorie:Aerodynamik

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