Wissenschaftstheoretischer Strukturalismus

Der Wissenschaftstheoretische Strukturalismus (nicht zu verwechseln mit dem "linguistischen" Strukturalismus) ist ein seit Anfang der 1970er Jahre entwickeltes wissenschaftstheoretisches Forschungsprogramm, in dem vom herkömmlichen Theorienbegriff, der Theorien als Klasse von Sätzen auffasst, abgegangen wird. Stattdessen werden Theorien als aus verschiedenen Typen von Strukturen zusammengesetzt angesehen. Obwohl ursprünglich zur wissenschaftstheoretischen Begründung physikalischer Theorien entwickelt, sind bisher auch viele nichtphysikalischen Theorien innerhalb des wissenschaftstheoretischen Strukturalismus rekonstruiert worden. Wesentliche Beiträge lieferten J.D.Sneed, W.Stegmüller, C.U.Moulines und W.Balzer. Ähnliche Forschungsprogramme, welche manchmal auch unter wissenschaftstheoretischen Strukturalismus eingeordnet werden, wurden auch von G.Ludwig und E.Scheibe entwickelt.

See also: Wissenschaftstheoretischer Strukturalismus, Erhard Scheibe, Joseph D. Sneed, Strukturalismus, Theorie, Wolfgang Stegmüller