Wohlfahrtsverlust

Unter Wohlfahrtsverlust (auch Allokationsverlust, dead-weight loss, excess burden) versteht man in der Mikroökonomie den durch eine Marktstörung im Vergleich zur Situation vollkommener Konkurrenz verursachten Verlust an Rente (siehe Konsumentenrente, Produzentenrente). Da man den Allokationsverlust (zumindest theoretisch) wertmäßig berechnen kann, ermöglicht dieses Instrument die Kosten von Markteingriffen wie Steuern, Höchstpreisen, Zöllen etc. oder Marktversagen zum Beispiel aufgrund von monopolistischen Strukturen oder externen Effekten zu beziffern. Die Ursache für den Verlust an Wohlfahrt ist jeweils, dass die gehandelte (=produzierte) Menge von der pareto-optimalen Menge abweicht, die sich auf einem vollkommenen Konkurrenzmarkt im Gleichgewicht einstellt.

Der Allokationsverlust ist unter anderem wegen der partialanalytischen Betrachung ein nicht unproblematisches Maß.

siehe auch:Nettowohlfahrtsverlust


Dieser Text basiert auf dem Mikroökonomie-Glossar von Professor Wilhelm Lorenz und ist unter GNU-FDL lizenziert.

See also: Wohlfahrtsverlust, GNU-FDL, Konsumentenrente, Kosten, Mikroökonomie, Nettowohlfahrtsverlust, Paretooptimum, Produzentenrente, Steuer, Wohlfahrt