Wohneinheit

[[Bild:Ghd02765wp.jpg|thumb|Wohneinheit in ]] Die Wohneinheit, auch Unité d'Habitation oder Wohnmaschine, ist die von dem Architekten Le Corbusier (1887 - 1965) entwickelte "vertikale Stadt", die als nach menschlichen Bedürfnissen ausgerichtetes Hochhaus den Wohnungsmangel nach dem Krieg verbessern sollte. Vorgestellt wurde die Idee mit dem "Pavillon de l'Esprit Nouveau" in Paris im Jahr 1925.

Insgesamt fünf Wohneinheiten wurden gebaut, die erste 1947 in Marseille. Dieses Gebäude ist 138 m lang, 25 m breit und 56 m hoch. Der Skelettbau aus Stahlbeton besitzt 18 Geschosse, wobei das Erdgeschoss weggelassen wurde. Hier finden sich lediglich die Aufgänge. Die 337 Appartements sind jeweils zweigeschossig ausgebildet: in dem einem Geschoss durch das Gebäude geführt, in dem zweiten zur Hälfte, mit Anschluß an den Erschließungsgang.

In der siebten und achten Etage befinden sich verschiedene Geschäfte, ein kleines Hotel und eine Wäscherei. Auf dem Dach wurden ein Kindergarten, ein Freilufttheater, und eine Sporthalle angesiedelt.

Alle Maße der Wohneinheit von Marseille waren nach dem von Le Corbusier entwickelten Maßsystem Modulor bestimmt worden, das natürliche beim Menschen auftretende Relationen von Maßen berücksichtigt.

Die existierenden Wohneinheiten wurden wie folgt realisiert:

- 1947 in Marseille, 280 Boulevard Michelet,

- 1955 in Nantes, 44, rue Théodore Brosseaud

- 1958 in Berlin, Flatowallee 16,

- 1963 in Briey en Forêt, Meurthe-et-Moselle

- 1965 in Firminy.


Weblinks

See also: Wohneinheit, 1947, Berlin, Hochhaus, Le Corbusier, Marseille, Modulor, Nantes, Stahlbeton, Briey en Forêt