Wolfgang Iser
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Iser studierte in Heidelberg, wo er 1950 promovierte und 1957 habilitierte.
Iser erlangte internationale Anerkennung durch seine Theorie der Wirkungsästhetik, die er in dem kurzen Text Die Appellstruktur der Texte (1970) erstmalig umriss, um sie zwei Jahre später in Der Implizite Leser an verschiedenen literarischen Beispielen durchzuspielen und schließlich 1976 in Der Akt des Lesens theoretisch auszuarbeiten.
Später eröffnete er mit seiner Theorie der literarischen Anthropologie ein neues Forschungsfeld (Skizzen dieser literarischen Anthropologie finden sich allerdings bereits in den Werken der 70er Jahre, so z.B. in Der Akt des Lesens)
Wesentliche Theoriemodelle
- Wirkungsästhetik: Theorie, dass ein literarischer Text seine Wirkung erst im Akt des Lesens entfaltet. Dadurch wertet Iser den Leser gegenüber den beiden Instanzen Autor und Text erheblich auf, da nun der vom Autor geschaffene Text seine Wirkung niemals ohne einen Leser entfalten kann! Bei der Untersuchung dieses Akt des Lesens gelangt Iser in Anschluss an Roman Ingarden zur Theorie der Leerstelle im Text, sowie des impliziten Lesers.
- Literarische Anthropologie: Da alle Kulturen seit jeher Literatur produzieren, stellt Iser sich die Frage nach der speziellen Leistung von Literatur. Er arbeitet in seinem Werk Das Fiktive und das Imaginäre (1991) Fiktionsbedürftigkeit als anthropologische Konstante heraus.
Schriften
- Die Appellstruktur der Texte. Unbestimmheit als Wirkungsbedingung literarischer Prosa. (1970)
- Der Implizite Leser (1972)
- Der Akt des Lesens (1976)
- Das Fiktive und das Imaginäre (1991)
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Iser, Wolfgang |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Anglist und Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1926 |
| GEBURTSORT | Marienberg |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
