Wolfgang Spier
Wolfgang Spier (* 27. September 1920 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Regisseur und Schauspieler.
Biographie
Der Sohn eines Psychologen wollte nach dem Abitur Medizin studieren, wurde jedoch als „Halbjude“ von den Nationalsozialisten nicht zum Studium zugelassen. Statt dessen machte er in Berlin eine Banklehre und arbeitete bis zum Kriegsende als Bankangestellter, nahm jedoch heimlich Schauspielunterricht - bis seine Lehrerin in einer Bombennacht ums Leben kam. Bereits 1946 bekam Spier im Wiesbadener Staatstheater ein Engagement, wo er unter Karl-Heinz Stroux auch Regie führte. 1950 ging Wolfgang Spier nach Berlin zurück und gründete dort mit Schauspielern wie Horst Buchholz, Martin Benrath und Wolfgang Neuss den Theaterclub im British Center. Nach einem kurzen festen Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus, arbeitet er seit 1957 als freier Regisseur, Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator. Die TV-Quizshow "Wer dreimal lügt" machte ihn einem breiten Publikum in Deutschland bekannt.
