Wolfgang Thierse
Wolfgang Thierse (* 22. Oktober 1943 in Breslau) ist Präsident des Deutschen Bundestages. Thierse ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg am Kollwitzplatz.
Nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer und dem Abitur begann Thierse 1964 sein Germanistikstudium an der Humboldt-Universität in Berlin (DDR), das er 1969 abschloss.
1975 wurde er Mitarbeiter im Ministerium für Kultur der DDR, 1977 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Er blieb allerdings bis zur Wende 1989 parteilos. Im Oktober 1989 leistete er seine Unterschrift beim " Neuen Forum", aber trat 1990 in die SPD ein.
Am 18. März 1990 wurde er in die Volkskammer der DDR gewählt, der er bis zur Wiedervereinigung angehörte. Hier war er zunächst stellvertretender, dann Vorsitzender der SPD-Fraktion. Er stimmte gegen die deutsche Wiedervereinigung und war für einen neuen DDR-Sozialismus. Er klatschte auch keinen Beifall und blieb demonstrativ sitzen, als die Volkskammer mehrheitlich für den Beitritt der DDR zum Grundgesetz der BRD gestimmt hatte.
Nach dem Rücktritt Ibrahim Böhmes wurde er SPD-Vorsitzender in der DDR.
Auf dem Vereinigungsparteitag der SPD wurde er zu einem der stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD gewählt. Am 03. Oktober 1990 wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB).
Bei den Bundestagswahlen 1990 wurde er im Wahlkreis Berlin-Mitte-Prenzlauer Berg direkt in den Bundestag gewählt und wurde zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.
Bei den Bundestagswahlen 1994 und 1998 wurde er über die SPD-Landesliste Berlin in den Bundestag gewählt.
Nachdem die SPD 1998 stärkste Bundestagsfraktion wurde, wurde Thierse zum Präsidenten des Bundestages gewählt.
In seine erste Amtszeit fiel auch die Spendenaffäre der CDU, die ihn als Parlamentspräsidenten insoweit betraf, als er qua Amt für die Überwachung der Einhaltung des Parteiengesetzes und die Ahndung eventueller Verstöße verantwortlich war. So musste er zum Teil erhebliche Sanktionsgelder gegen die CDU verhängen. Über diese Geschehnisse sagte er selbst, es wäre ihm lieber gewesen, er hätte sich nicht mit ihnen beschäftigen müssen.
2002 gewann der zur Parteilinken der SPD gezählte Politiker wiederum das Direktmandat in Berlin-Pankow. Nachdem die SPD erneut stärkste Fraktion wurde, wurde auch Thierse als Bundestagspräsident wiedergewählt.
Er ist Träger des Ignatz-Bubis-Preises.
Erich Köhler | Hermann Ehlers | Eugen Gerstenmaier | Kai-Uwe von Hassel | Annemarie Renger | Karl Carstens | Richard Stücklen | Rainer Barzel | Philipp Jenninger | Rita Süssmuth | Wolfgang Thierse
Stephan Hilsberg (Sprecher) | Ibrahim Böhme | Markus Meckel (komm.) | Wolfgang Thierse
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| Personendaten | |
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| NAME | Thierse, Wolfgang |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Präsident des Deutschen Bundestages |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1943 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
