Wortbildung
Die Wortbildung untersucht und beschreibt Gesetzmäßigkeiten bei bereits bestehenden Wörtern oder bei der Bildung neuer komplexer Wörter aus Morphemen oder auf andere Weise.
Möglichkeiten der Wortbildung sind:
- Komposition (Zusammensetzung)
- Derivation (Ableitung)
- Kürzung (Akronymie + Clipping + Ellipse)
- Kontamination (Blending, Wortkreuzung, Wortmischung)
- Onomatopoesie oder Onomatopoeie (Lautmalerei, Lautnachahmung)
- Lehnübersetzung
- Lehnwort (Begriffsübernahme aus anderen Sprachen und Anpassung an die eigene)
- Bedeutungswandel
- Missverständnis (zum Beispiel wurde aus "Kleinsche Fläche" durch Fehlübersetzung aufgrund eines Missverständnisses in der englischen Sprache die "Klein bottle" und bei der Rückübersetzung die "Kleinsche Flasche".)
- Analogiebildung (der elektrische Strom wurde aus Analogie zum Wasserstrom "Strom" genannt.)
Zum Teil wird auch die Konversion zu den Mitteln der Wortbildung gezählt. Ein überarbeitetes Gesamtmodell, das Forschungsergebnisse der kognitiven Sprachwissenschaft berücksichtigt, ist 2002 von Grzega aufgestellt worden (hier Artikel).
Kategorie:Sprache
