Woschod (Raumkapsel)

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Woschod-1 und -2

Woschod [vɔsˈhɔd] (Russisch Восход 'Sonnenaufgang') war das Nachfolgeprojekt der Wostok-Flüge im Rahmen der sowjetischen Raumflüge der frühen 1960er Jahre.

Ziel war es erneut, die USA im propagandistischen Wettlauf in den Weltraum zu schlagen: erstmals flogen mit einer Woschod-Kapsel mehr als ein Pilot in die Erdumlaufbahn. Noch vor dem ersten Start des Gemini-Projekts beförderte die Sowjetunion drei Mann ins All. Und das in Hemdsärmeln: Aus Platzgründen konnten die Kosmonauten keine Druckanzüge tragen, was dem Westen eine Sicherheit der Raumkapsel vorgaukeln sollte. Im Rahmen des zweiten Woschod-Fluges gelang erstmals ein so genannter Weltraumspaziergang (EVA). Auch hier konnten die Sowjets die Amerikaner überflügeln.

Nach dem Flug von Woschod 2 wurde das Programm zu Gunsten der schnelleren Entwicklung des Sojusprogrammes beendet.

Das Woschod-Raumschiff war im Wesentlichen eine umgebaute Wostok-Kapsel. Verbesserungen an der R7-Trägerrakete ermöglichten der aus ihr entstandenen Woschod-Rakete eine höhere Nutzlast zu transportieren. Dadurch konnte die Rakete die deutlich schwerere Woschod-Kapsel tragen. An der Spitze der Raumkapsel befand sich eine zusätzliche Bremsrakete. Der Schleudersitz wurde zugunsten von bis zu drei Liegen entfernt. Diese waren gegenüber dem Vorgängermodell um 90 Grad versetzt, so konnte der Raum besser genutzt werden. Bei Woschod 2 wurde zusätzlich eine entfaltbare Luftschleuse angebracht, die den Ausstieg in den luftleeren Raum ermöglichte und nach dem Einsatz abgesprengt wurde. Um die sanfte Landung des schwereren Raumschiffes zu gewährleisten wurden zusätzlich zum Landefallschirm Feststoffbremsraketen eingesetzt.

Das Woschod-Programm:

Abgesagte Flüge:


Kategorie:Woschodprogramm

See also: Woschod (Raumkapsel), 14. Oktober, 18. März, 1964, 1965, 1966, 22. Februar, 6. Oktober