Wunde
thumb|300px|Vernähen einer Wunde an der Hand
Eine Wunde (medizinisch: Trauma) ist eine körperliche Verletzung des Gewebes durch äußere Einwirkung. Man unterscheidet folgende Wundarten:
- Mechanisch verursachte Wunden: Schnittwunden, Stichwunden, Platzwunden, Quetschwunden, Schusswunden, Ablederungswunden (durch Scherkräfte verursachte Wunde), Bisswunden und Schürfwunden.
- Thermische Wunden: Verbrennungen (1.-4. Grades), Verbrühungen und Erfrierungen
- Chemische Wunden: Verätzungen; alle anderen chem. Wunden wirken sich zumeist als Brandwunden aus.
- Strahlenwunden: Verstrahlung durch Röntgenstrahlung und andere radioaktiv wirkende Substanzen. Strahlenwunden wirken sich äußerlich ebenfalls wie starke Brandwunden aus. Wenn das Maß an Verstrahlung sehr hoch ist, können sich Strahlenwunden auch als innere Wunden niederschlagen.
- Innere Wunden: Oft durch andere Wundarten wie Schuss- oder Stichwunden ausgelöst, die am häufigsten auftretende innere Wunde ist die Einblutung durch den Riss/Bruch eines Organs.
- man unterscheidet noch in primär heilende Wunden (Wunden, deren Ränder aneinander anliegen (z.b. Operationswunden) und die komplikationslos abheilen) und in sekundär heilende Wunden (Wunden, die durch Auffüllen des Gewebsspalts zwischen den Wundrändern durch neu gebildetes Gewebe heilen. Sekundär heilende Wunden sind immer mit Keimen besiedelt (= kontaminiert). Die Keimart kann durch einen Wundabstrich identifiziert werden. Je nach Wundart können verschiedene Verbandstoffe eingesetzt werden z.b. Alginat – Tamponade oder Hydrokolloidverbände
Anmerkung: Eine Wundheilungsstörung im Körperinneren nach schwerer, traumatischer Gewalteinwirkung kann zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.
Besonders problematisch sind die o.g. Verletzungen bei Hämophilie (Bluterkrankheit) wobei es durch die Gerinnungsstörung wegen fehlenden Gerinnungsfaktoren im Blut zu gefährlichen Blutungen und erschwerter Wundheilung kommen kann.
Im übertragenen Sinn wird bei psychischer Schädigung auch von seelischen Wunden oder -Traumata gesprochen.
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