Wurzelwicht
Der Wurzelwicht, Synonom Wurzelgnom, gehört allgemein zu den Fabelwesen, die die Naturelemente behüten, und insbesondere zu den Erdgeistern, die die Elemente der Erde bewachen.
Zu den die Erdelemente behütenden Wesen zählen auch Zwerge, Dämmerelben, Kobolde, Heinzelmännchen, Bergmännchen, Wichtelmänner, Trolle, Faune, Dryaden und Irrwische, aber auch die Elfen, insbesondere die Baumelfen und Waldelfen, sowie die Blumenelfen und Feldfeen. Wurzelwichte schützen Pflanzen, Blumen und Bäume und wecken deren Lebenskräfte erneut in jedem Frühjahr. Sie beschützen und heilen auch Wald- und Weidetiere. Andere Erdgeister fördern die Entwicklung von Gesteinen, Mineralien und Kristallen, sind sie in magischen Künsten bewandert und können sich mittels einer Tarnkappe unsichtbar machen.
Davon zu unterscheiden sind die Hüter des Wassers, die Undinen. In Regentropfen, Pfützen, Tümpel, Teichen, Brunnen, Quellen, Bächen, Flüssen und Weltmeeren lebend, zählen zu dieser Gruppe Wassermänner, Necker, Nixen, Nymphen, Najaden und Nereiden. Unter ihrem Schutz stehen Wasserpflanzen, Fische und sonstige im Wasser lebenden Tiere. Sie selbst altern und sind sterblich.
Die Sylphen sind die Hüter der Luft. Die Bewegung des Windes und der Wolken unterliegt ihrer Obhut. Ihre Energie zeigt sich ebenso in der kleinsten Brise wie im mächtigsten Sturm. Zu ihrer Gattung gehören die Lichtelben, Sturmgeister und Devas.
Zu den Hütern des Feuers zählen Amphibien wie der Salamander, aber auch Echsen, Schlangen oder Drachen ("Lindwurm").
Somit lässt sich aufzeigen, dass die Funktion des Wurzelwichtes als Hüter von Pflanzen und anderen Erdelementen in einem Kontext indigenen Religionen und Weltanschauungen gesehen werden kann, der sich von polytheistischen Religionen, Mythologien und Fabeln über die griechische Vier-Elemente-Lehre bis hin zur zeitgenössischen Anthroposophie erstreckt. Versinnbildlicht als Gartenzwerge, sind Wurzelwichte auch heute noch unmittelbarer Bestandteil der deutschen Kultur.
Siehe auch: Zwerg (Mythologie)
