Käpt’n Blaubär

Käpt’n Blaubär ist eine durch Die Sendung mit der Maus bekannt gewordene Figur von Walter Moers. Der blaue zottelige Opa Käpt’n Blaubär erzählt in den Kurzgeschichten seinen drei Enkeln reichlich Seemannsgarn von seinen Reisen mit der Leichtmatrosen-Ratte Hein Blöd.

Die Haupthandlung wird in der Gegenwartsform im Muppet-Stil gezeigt, die eingebetteten Lügengeschichten im Zeichentrickfilmstil. Am Ende des Lügenmärchens äußern die drei Enkel Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte, woraufhin doch noch ein schlagkräftiger Beweis auftaucht. So erscheint beispielsweise in der Episode mit den Ponguinen ein Pinguin mit einer Stimmgabel.

Inzwischen ist Käpt’n Blaubär durch Buch und Film über das ursprüngliche Zielpublikum hinaus bekannt geworden. Synchronsprecher von Käpt’n Blaubär ist Wolfgang Völz; Hein Blöd wird von Edgar Hoppe gesprochen.

Inhaltsverzeichnis

"Biographisches"

Eine ausführliche, wenn auch nicht vollständige Biographie Käpt’n Blaubärs ist 1999 unter dem Titel Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär erschienen. Das Buch umfasst die halben Lebenserinnerungen des Seebären mit folgenden Lebensabschnitten:

Es bleibt noch festzuhalten, dass der Käpt'n offenbar unter Pseudologie (v. griech.: pseudos falsch; logos Rede) leidet, dem krankhaften Verlangen zu lügen. Das mag daran liegen, dass er ein Seebär ist, dem das spinnen von Seemannsgarn einfach im Blut liegt. Seine Vergangenheit als Lügengladiator hat seine pseudologischen Tendenzen sicherlich noch verstärkt. Ohne diese Neigung wäre er aber wohl kaum so bekannt und erfolgreich geworden.

Ausgewählte Geschichten des Käpt'ns

Ponguine

Die Ponguine konnten im Winter nur Fische fangen, wenn sie ein Loch in das Packeis auf dem zugefrorenen Meer hackten. Da das Eishacken mit dem Schnabel sich anhörte wie "Pong", hießen die Tiere deshalb Ponguine. In einem besonders strengen Winter war das Eis jedoch so dick, dass die Ponguine dieses mit ihren Schnäbeln nicht aufhacken konnten. Die Ponguine drohten zu verhungern!! Doch zufälligerweise kam Käpt’n Blaubär mit seinem Segelschiff vorbei. Und er hatte eine Ladung Stimmgabeln an Bord, die er an die Ponguine verteilte. Durch Anschlagen der Stimmgabeln erzeugten diese ein sehr eindringliches "Ping". Und als die Ponguine die pingende Stimmgabe auf das Eis hielten, brach dieses auf. Da die Ponguine fortan nur noch mit Stimmgabeln das Eis aufhackten, hießen sie von diesem Zeitpunkt an Pinguine.

Siehe auch

Literatur

Weblinks


Blaubär, Käpt'n

See also: Käpt’n Blaubär, 1999, Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, Die Sendung mit der Maus, Episode, Pinguine, Pseudologie, Seebär, Seemannsgarn, Synchronsprecher