Yo-Fei

Yüeh Fei (Yo Fei, *1103, † 3. Februar 1142, hingerichtet) war ein chinesischer Volksheld und Heerführer der nationalchinesischen Song-Dynastie im Kaiserreich China, die damals schwer um ihre Existenz kämpfen musste.

Ende 1126 hatten die Jurchen (Jin-Dynastie) den Song-Kaiser Hui-tsung, seinen Sohn Chin-tsung und den fast gesamten Hofstaat in Kaifeng gefangen genommen und in die Mandschurei deportiert. 1129/30 überschritten sie den Yangtse, eroberten auch Nanking, Hangzhou und wurden erst von Bauernaufständen und der Existenz einer feindlichen Flotte auf dem Yangtse zum Rückzug bewogen.

Yüeh Fei war in der Folgezeit der erfolgreichste Truppenführer der südlichen Song, galt als volkstümlich und fürsorglich. Er arbeitete ursprünglich für einen Grundbesitzer, ging dann zur Armee und organisierte die Bauern darin. 1134/35 eroberte er die Sperrfestung Hsiang-yang (am Han-Fluss) zurück und verdrängte die Jurchen und deren chinesischen Vasallen Lin Yü. Letzterer war 1128/32 in Kaifeng als Herrscher eingesetzt worden, da die Jin noch nicht den Willen und die Erfahrung zur Verwaltung des eroberten Landes hatten. Mit den Niederlagen gegen Yüeh Fei wurde Lin Yü wertlos und 1137 abgesetzt.

Im Jahr 1138 marschierte Yüeh-Fei bereits auf Kaifeng, als der kriegsmüde Kaiser Kao-tsung unter der Beratung seines Kanzlers Qin Gui (Chin Kuei, † 1155, seit 1131 Kanzler) ein erstes Abkommen schloss.

Im Oktober 1141 stellte der Jin-Heerführer Prinz Tsung-pi seine Forderungen nach der Grenze am Huai-Fluss und einem jährlichen Tribut von Seide und Silber, die zwei Monate später akzeptiert wurden. Im Gegenzug setzte der Song-Kaiser die Rückkehr seiner Mutter und die Überführung seines verstorbenen Vaters durch. Damit kam es 1142 zum Frieden.

Der populäre Yüeh-Fei -ein Verfechter der Rückeroberung Chinas- wurde durch den Hof verhaftet und quasi als Vorbedingung des Friedensvertrages im Gefängnis hingerichtet, was seinen Gegner Qin Gui ins schlechteste Licht stellt. Man sagte, daß der Hof diese Politik gewählt habe, um den militärischen Führern keine Macht und Handlungsfreiheit zu gewähren: Man zog ein verkleinertes China mit zentraler Zivilgewalt einem geeinten, aber von Dezentralisation und Militärgewalt bedrohten China vor. Andererseits besaß Qin Gui umfangreiche Ländereien bei Nanking, die durch die Truppenaushebungen besonders betroffen waren und verfolgte insofern auch Eigeninteressen.

"Reißt kein Haus ein, weil ihr Feuerholz braucht, auch nicht, wenn ihr friert und bestehlt das Volk nicht, selbst wenn ihr Hunger leidet."

Personendaten
Yo-Fei
Yüeh Fei
Chinesischer Feldherr der Song-Dynastie
3. Februar 1142

See also: Yo-Fei, 1103, 1126, 1129, 1134, 1137, 1138, 1142, 1235