Zeitbereich

In der Systemtheorie im Allgemeinen, sowie z.B. in Regelungstechnik und Signalverarbeitung als Anwendungsbereichen, unterscheidet man den Zeitbereich (engl. time domain) auf der einen, und den Bild- oder Frequenzbereich (engl. frequency domain) auf der anderen Seite.

Im Zeitbereich liegen Systemgrößen wie z.B. Signale zeitbezogen vor, also als Funktionen der Zeit oder analoge oder digitale Aufzeichnungen über der Zeit. Systembeschreibungen im Zeitbereich liegen in Form von Differentialgleichungssystemen vor, die zumindest auch Differentiation nach der Zeit enthalten, oder als Algorithmen für die Zustandstransition über eine feste diskrete (Zeit-)Schrittweite. Im Frequenzbereich dagegen gibt es - außer eben über den Umweg der Frequenz - keinen Zeitbezug.

Beispiele für die Beschreibung von Systemgrößen im Zeitbereich

Beispiele für Systembeschreibung im Zeitbereich

Anwendungsbeispiele aus der Digitalen Signalverarbeitung

Bei Rechenoperationen an Zeitreihen im Rahmen der digitalen Signalverarbeitung unterscheidet man zwischen zwei Darstellungsformen des Rechenobjekts:

Im Zeitbereich entspricht jedes Array-Glied einem Zeitpunkt. Falls die FFT-Routine benutzt wird, um zwischen Zeitbereich und Frequenzbereich hin- und herzu transformieren, muss die Anzahl der Glieder im Zeitbereich unbedingt eine ganze Zweierpotenz sein, beispielsweise 512 oder 4096, jedoch nicht 1000, und die Zeitschritte müssen äquidistant liegen. Die FFT-Routine unterstellt stillschweigend, dass sich die im Array enthaltene Zeitreihe periodisch fortsetzt.

Gebräuchliche Rechenoperationen im Zeitbereich sind:


Kategorie:Technik Kategorie:Systemtheorie

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