Zeitz
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen | 140px|Deutschlandkarte, Position von Zeitz hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Burgenlandkreis |
| Geographische Lage: | 51° 2' n. Br. 12° 9' ö. L. |
| Höhe: | 160 m ü. NN |
| Fläche: | 24,63 km² |
| Einwohner: | 29.878 (30.06.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.213 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 06712 |
| Vorwahl: | 03441 |
| Kfz-Kennzeichen: | BLK
|
| Gemeindeschlüssel: | 15 2 56 100 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Altmarkt 1 06712 Zeitz |
| Website: | www.zeitz.de |
| E-Mail-Adresse: | info@stadt-zeitz.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dieter Kmietczyk |
Zeitz ist eine Stadt im Südzipfel des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, nahe den Grenzen zu Sachsen und Thüringen mit fast 30.000 Einwohnern.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Zeitz liegt an der Weißen Elster, etwa 45 km südlich von Halle (Saale) und 25 km nördlich von Gera.
Angrenzende Gemeinden sind Bergisdorf, Döbris, Droßdorf, Elsteraue, Geußnitz, Grana, Nonnewitz, Theißen und Wittgendorf.
Geschichte
Als Cici wurde Zeitz urkundlich erstmalig im Jahr 967 auf der Synode von Ravenna erwähnt, als Kaiser Otto I. und Papst Johannes XIII. die Gründung des Erzbistums Magdeburg sowie der Bistümer Merseburg, Meißen und Zeitz beschlossen. Im Dezember 968 wurde Hugo als erster Zeitzer Bischof geweiht. Von diesem Jahr an bis 1028 war Zeitz Bischofssitz, bevor dieser dann nach Naumburg verlegt wurde. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts residierten die Bischöfe wieder auf ihrer Burg in Zeitz.
Von 968 bis 979 regierte der Markgraf Wigger. Er war der einzige Markgraf von Zeitz.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burganlage mehrfach belagert und die Bischofsburg schließlich Ende 1644 durch schwedische Truppen zerstört.
Durch die Teilung von Kursachsen Mitte des 17. Jahrhunderts entstand das Herzogtum Sachsen-Zeitz, dessen erster Herzog Moritz sich 1657 bis 1678 an Stelle der zerstörten Bischofsburg ein Schloss erbauen ließ, das er "Schloss Moritzburg an der Weißen Elster" nannte. Im Jahre 1718 fiel nach dem Tod Herzog Moritz Wilhelms das Herzogtum Zeitz wieder an Kursachsen. Nach den Napoleonischen Kriegen kam auf Beschluss des Wiener Kongresses 1815 und 16 fast das gesamte Stiftsgebiet an Preußen.
1843 wurde die erste Dampfmaschine in Betrieb genommen, und 1855 eine Maschinenfabrik gebaut. 1859 erhielt Zeitz Anschluss an die Eisenbahn nach Gera und Weißenfels, 1872 nach Altenburg, 1873 nach Leipzig und schließlich 1879 nach Camburg.
Am 18.8.1976 verbrannte sich der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz öffentlich vor der Michaeliskirche und setzte damit ein weltweit wahrgenommenes Fanal gegen die Militarisierung der Jugend in den Schulen und den fehlenden Widerstand seiner Kirche. Die Selbstverbrennung löste eine DDR-weite Solidarisierung von Theologen, Gemeinden und kritischen Marxisten aus, die zu einer neuen Standortbestimmung der evangelischen Kirche in der DDR und zu einer der Wurzeln für die friedliche Revolution 1989 wurde.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1831 bis 1933 |
1939 bis 1995 |
1997 bis 2003 |
* 29. Oktober
** 31. August
Kultur und Sehenswürdigkeiten
thumb|Schloss Moritzburg
Bauwerke
- Schloss Moritzburg ist die frühbarocke Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz. Die Befestigungsanlagen des Vorgängerbaus, einer mittelalterlichen Bischofsburg, sind größtenteils erhalten.
- In der Schlosskirche, auch Dom St. Peter und Paul genannt, ruht Georgius Agricola. Der Bau ist frühromanischen Ursprungs (11. Jahrhundert). Vom ottonischen Vorgänger haben sich die Säulen der Krypta und weitere Reste im Kreuzgangbereich erhalten.
Sport
Der Fußballverein 1. FC Zeitz, stand 1963 in der DDR unter der Bezeichnung BSG Chemie Zeitz im Finale des FDGB-Pokal.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bekannt ist der Ort für die Schokoladenfabrik Zetti (u.a. Knusperflocken und Bambina) und die Kinderwagen der Firma Zekiwa. Weitere namhafte Zeitzer Firmen waren Zitza und Zemag.
Persönlichkeiten
- Rudolf Agricola (1900-1985), von 1926 bis 1933 Diplom-Handelslehrer und SPD-Stadtverordneter, nach 1948 Professor für Politökonomie in Halle, Berlin und Greifswald.
- Otto Baensch, Wasserbauingenieur, leitete u. a. die Mainkanalisierung von Frankfurt bis Mainz sowie den Bau des Nord-Ostsee-Kanals, Ehrenbürger von Zeitz
- Johann Friedrich Gottlieb Delbrück, Theologe und Erzieher der preußischen Könige Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I., wirkte ab 1817 als Stiftssuperintendet in Zeitz und starb hier 1830.
- Dr. Kurt Floericke
Weblinks
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