Zenitteleskop

Zenitteleskope sind hochpräzise Messinstrumente der Astronomie und Astrometrie zur genauest möglichen Bestimmung von Sternörtern sowie der astronomischen Breite und Zeit. Sie sind eine spezielle Weiterentwicklung des Meridiankreises.

Es sind Linsenfernrohre mit einigen Metern Brennweite und 20-30 cm Apertur, die in der vertikalen Ebene des örtlichen Meridians montiert sind. Mit speziellen Methoden und Mikrometern (siehe Horrebow-Talcott) werden Differenzen der Zenitdistanz von Sternpaaren und/ oder die Zeitpunkte ihrer Meridiandurchgänge gemessen. Daraus kann man

Die Beschränkung auf zenitnahe Sterne ist zwar für großräumige Vermessungen und Analysen hinderlich, steigert aber die Genauigkeit ganz wesentlich - nämlich auf etwa 0.01" (30 cm auf einen Erdradius von 6357 bis 6378 km).

Konkret wird der Zenit für solche Präzisionsmessungen gewählt, weil

  1. die Atmosphäre dort das Fernrohrbild der Sterne am wenigsten beeinflusst,
  2. die Fernrohrbiegung und sekundäre Achsfehler großteils kompensiert werden,
  3. periodisch immer dieselben Sterne beobachtet werden können (je nach Fernrohrtyp bis zu einigen tausend)
  4. und daher gewisse systematische Fehler eliminierbar sind.

Literatur

Weblinks

Siehe auch

See also: Zenitteleskop, Analyse, Apertur (Optik), Astrometrie, Astrometriesatellit, Astronomie, Brennweite, CCD, Fehler, Fundamentalsystem (Astronomie)