Zeughaus Berlin

[[Bild:Berliner Zeughaus.jpg|thumb|Zeughaus Berlin (2001)]] Das Zeughaus Berlin steht am Beginn der Straße Unter den Linden im Zentrum von Berlin. Es wurde zwischen 1695 und 1728 als Zeughaus erbaut. Heute ist in dem Gebäude das Deutsche Historische Museum untergebracht.

Geschichte des Zeughauses

Seit einem Umbau 1880 diente das Zeughaus als Ruhmeshalle für die preußische Armee. Dort wurden Beutestücke aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gezeigt, angeblich auch die Orden Napoleons, die bei Waterloo erbeutet wurden.

Diese Beutestücke mussten nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Franzosen zurückgegeben werden, was „vaterländisch gesinnte“ Studenten teilweise verhinderten, indem sie die erbeuteten Fahnen verbrannten und die Orden entwendeten und versteckten.

In der Zeit der Weimarer Republik wurde das Zeughaus als Museum der preußischen Kunstsammlung angegliedert und unterstand also nicht mehr dem Kriegsministerium. Im Gebäude befand sich eine Gedenkstätte für gefallene deutsche Soldaten, in der Staatsbesucher einen Kranz niederlegen konnten.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde im Zeughaus eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg gezeigt, in der der überlegene deutsche „Heldenmut“ gezeigt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg gingen diese Bestände größtenteils verloren.

Während der DDR-Zeit war von 1952 bis zu seiner Auflösung 1990 im Zeughaus das Museum für Deutsche Geschichte untergebracht.

Nach der Wiedervereinigung zog in das Zeughaus das 1987 gegründete Deutsche Historische Museum (DHM) ein und übernahm die umfangreichen Bestände des DDR-Museums. Die Mitarbeiter des MfDG wurden in die sogenannte Warteschleife geschickt und nur wenige später übernommen. Das DHM musste aber während mehrjähriger Sanierungsarbeiten in ein anderes Quartier ausweichen. Seit 2003 wird das Zeughaus wieder vom DHM genutzt. Vermutlich 2006 wird dort die neue Dauerausstellung präsentiert.

Weblink

Koordinate: 52°31'05" N 13°23'49" O

See also: Zeughaus Berlin, 1695, 1728, 1880, 1952, 1987, 1990, 2001, 2003