Zivildienstleistender

Zivildienstleistender (Abkürzung ZDL, umgangssprachlich Zivi; in Österreich meist Zivildiener) ist, wer seinen zivilen Ersatzdienst zur Militärzeit ableistet.

Der Zivildienst ist ein Ersatz für den Wehrdienst. Ein ZDL hat den Wehrdienst an der Waffe verweigert und wird dafür zum Ersatz- oder Zivildienst herangezogen.

Zivildienstleistende erhalten die gleichen Rechte und Pflichten wie Wehrdienstleistende auch. Einige zusätzliche Rechte und Pflichten sind ebenfalls eingerichtet worden. Das bedeutet:

Wie ein Soldat bei der Bundeswehr wird auch ein Zivildienstleistender beim Bundesamt für den Zivildienst durch eine Personenkennziffer eindeutig identifiziert.

In Österreich sind Zivildiener dem Bundesministerium für Inneres unterstellt, wobei der Großteil der Zivildienstverwaltung seit 1. April 2002 von der Zivildienstverwaltungs Ges. m. b. H., einem Unternehmen des Österreichischen Roten Kreuzes, wahrgenommen wird.

Zivildienst kann man in verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Sozialdiensten und -stationen (z. B. Caritas), beim Roten Kreuz, in Krankenhäusern, in Jugendzentren, aber auch z. B. beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) oder anderen gemeinnützigen Vereinen ableisten. Diese können beim Familienministerium (dessen Name sich in der Geschichte der Bundesrepublik allerdings immer wieder änderte) eine Anerkennung als Zivildienststelle beantragen und erhalten dadurch das Recht, Zivildienstleistende einzustellen.

Weblinks

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See also: Zivildienstleistender, 1. April, 2002, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V., Bundesamt für den Zivildienst, Bundesministerium für Inneres, Bundeswehr, Caritas