Zürich Hauptbahnhof
| Zürich HB | |
|---|---|
| Anzahl Bahnsteiggleise oberirdisch: | 16 Hauptgleise, 4 S-Bahn-Gleise |
| unterirdisch: | 6 S-Bahn-Gleise |
| Zugbewegungen (täglich): | 844 Fernverkehr 1358 S-Bahn |
| Besucher (täglich): | 350.000 |
thumb|left|Zürich Hauptbahnhof Zürich Hauptbahnhof (auch Zürich HB) ist die grösste Bahnstation der Schweiz. Er ist ein Bahnknotenpunkt für Züge aus dem Inland und den angrenzenden Ländern (Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich).
Der Bahnhof wurde als Endstation der 1847 eröffneten Spanisch-Brötli-Bahn am nordwestlichen Stadtrand erbaut. Heute liegt der zentralste der 13 SBB-Bahnhöfe Zürichs mitten in der Stadt.
Als Sackbahnhof hatte der Zürcher Hauptbahnhof fast immer mit Platznot zu kämpfen. So fahren die Züge heute nicht mehr in der Bahnhofshalle ein, sondern in der vorgebauten Querhalle. Die Anlage verfügt dort über 16 Gleise (heute: Gleise 3 - 18). Sie dienen der Abfertigung von Zügen aus den Regionen der Schweiz und fast aller internationalen Züge wie EuroCity, Cisalpino, TGV und ICE.
thumb|left|Der unterirdische Bahnhof "Museumsstrasse"1991 wurde aus dem Sackbahnhof ein Durchgangsbahnhof: In der Nordostecke, Seite Landesmuseum, liegen unterirdisch vier Gleise (Gleise 21-24, "Bahnhof Museumsstrasse"), über die vor allem der S-Bahn-Verkehr des Zürcher Verkehrsverbundes abgewickelt wird. Die Strecke führt unter der Limmat und der Zürcher Altstadt zum Bahnhof Stadelhofen, wo Anschluss an die rechtsufrige Zürichseelinie sowie ins Zürcher Oberland und nach Winterthur besteht.
In der südlichen Ecke des Areals liegen im Untergeschoss die zwei Gleise der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (Gleis 1 und 2). In diesem Bereich ist auch die nächste grosse Erweiterung geplant: Der unterirdische "Bahnhof Löwenstrasse" an der sogenannten "Durchmesserlinie Altstetten–Zürich HB–Oerlikon" soll die direkte Durchfahrt von Fernverkehrszügen auf den nationalen West-Ost- und Nord-Süd-Verbindungen ermöglichen. Neben den vier neuen unterirdischen Gleisen (Gleise 31-34) braucht es dafür aber noch einen fünf Kilometer langen Tunnel nach Oerlikon. [1]
Als Übergangsmassnahme wurde auf der Seite Sihlpost eine provisorische Anlage mit vier Zusatzgleisen (Gleise 51-54) erbaut. Vom "Bahnhof Sihlpost" verkehren vor allem die Schnellzüge von und nach Luzern sowie einige S-Bahnlinien. Spekuliert wird, ob der ungeliebte Ersatzbau, der ein wenig versetzt liegt und deshalb die Wege verlängert, nicht zu einem dauerhaften Behelf wird, da der Bahnhof Löwenstrasse erst 2012 fertiggestellt werden soll und die Verkehrsentwicklung bis dahin bereits wieder neue Gleise benötigen dürfte.
Im Vorfeld befindet sich der ehemalige Rangierbahnhof, der nach Eröffnung des neuen Rangierbahnhofes Zürich-Limmattal zwischen Dietikon und Spreitenbach stillgelegt wurde, sowie die Eisenbahnhauptwerkstätte. Hier wurde vor allem während der letzten Jahre viel gebaut (Bahn_2000). So wurde der ehemalige Rangierbahnhof in einen Abstellbahnhof für Reisezugwaggons umgebaut und diverse Brücken- und Tunnelkonstruktionen, die die kreuzungsfreie Ein- und Ausfahrt der Züge erlauben, angelegt.
Mehr als 350'000 Passagiere benutzen den Bahnhof täglich. Zürich Hauptbahnhof ist nur während weniger Nachtstunden geschlossen. Die ersten Züge fahren bereits kurz vor 5 Uhr, die letzten um 1 Uhr in der Nacht. Freitag- und Samstagnacht besteht ausserdem ein wachsendes Angebot an nächtlichen Nahverkehrs-Zugverbindungen der S-Bahn Zürich.
Weblinks
- Website der RailCity Zürich
- Website der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB CFF FFS)
- Website des Projekts <Bahn2000>
- Durchgangsbahnhof Löwenstrasse
