Dyade
Dyade (griech.: dýas = Zweiheit) bedeutet
- in der (Sozio-)Psychologie und Anthropologie: Bezeichnung eine Zweiergruppe, insbesondere der aus Mutter und Kind bestehenden. Die Dyade meint hier nicht allein die emotionale Innigkeit, sondern das vitale Angewiesensein des Kindes auf die Versorgung der Mutter, die (um dies gewährleisten zu können) wiederum das Kind als einen Teil ihrer selbst begreift;
- in der christlichen Theologie: Bezeichnung der Verbundenheit des Vatergottes mit dem Sohn, die besonders vor dem trinitarischen Dogma oder in Opposition hierzu Verwendung fand. In den platonischen Häresien von Origenes bis zum Arianismus kann mit der Dyade aber implizit die Subordination des Sohnes unter den Vater gemeint sein.
- In der Mathematik findet sich die Dyade als dyadisches Produkt oder äußeres Produkt in der Vektorrechnung. Hierbei gilt k x l = m, wobei k und l Vektoren sind und m eine Matrix.
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